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	<title>Ameisendorf &#187; Zeitungen</title>
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	<description>Kannste nicht kaufen, Digger!</description>
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		<title>Ende mit kostenlos!</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 16:52:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Axel Springer]]></category>
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		<category><![CDATA[Mathias Döpfner]]></category>
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		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rupert Murdoch]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist der Sommer der Dinosaurier, Lobbyisten und Realitätsverweigerer. Nach der hamburger Erklärung, der Enteignungs-Diskussion um Google und APs Vorstoß in Sachen Bekämpfung der freien Meinungsäußerung eröffnet kein Geringerer als Rupert Murdoch, Chef eines der größten Medienunternehmen der Welt, die nächste Runde: Paid Content Auch wenn die Realisierung der Pläne extrem unrealistisch anmutet, gewinnt die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist der Sommer der Dinosaurier, Lobbyisten und Realitätsverweigerer. Nach der hamburger Erklärung, der Enteignungs-Diskussion um Google und APs Vorstoß in Sachen Bekämpfung der freien Meinungsäußerung eröffnet kein Geringerer als <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rupert_murdoch">Rupert Murdoch</a>, Chef eines der größten Medienunternehmen der Welt, die nächste Runde: <strong>Paid Content</strong></p>
<p>Auch wenn die Realisierung der Pläne extrem unrealistisch anmutet,  gewinnt die Diskussion endlich ein wenig an Substanz, was ihr wirklich gut tut. Denn jetzt geht es erstmals (auch) um Journalismus und Qualität &#8211; die Inhalte rücken in den Mittelpunkt.</p>
<p>Innerhalb des nächsten Jahres sollen alle Online-Inhalte der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/News_Corporation">News Corporation</a> kostenpflichtig werden, denn Qualitäts-Journalismus muss finanzierbar sein, so Murdoch.</p>
<blockquote><p>&#8220;Quality journalism is not cheap,&#8221; said Murdoch. &#8220;The digital revolution has opened many new and inexpensive distribution channels but it has not made content free. We intend to charge for all our news websites.&#8221; &#8211; <a href="http://www.guardian.co.uk/media/2009/aug/06/rupert-murdoch-website-charges">Guardian</a></p></blockquote>
<p>Wenig überraschend, dass auch andere Verleger sich zu Wort melden, um ähnliche Statements zum Besten zu geben. So erklärte Springer-Chef <a href="http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E89A79A2D09F24BA08FFC0179785924F6~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews">Mathias Döpfner im FAZ-Interview</a> seine Sicht der Dinge.</p>
<blockquote><p>Die Leser haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie bereit sind, für wirklich attraktive Inhalte Geld zu bezahlen. Qualität, geistige Wertschöpfung haben ihren Preis. Warum soll das in der digitalen Welt plötzlich anders sein?</p></blockquote>
<p>Nun ja, es könnte natürlich auch sein, dass es weniger die &#8220;attraktiven Inhalte&#8221; als vielmehr die Distributionskosten waren, die seit Jahrhunderten von Lesern bezahlt wurden. Ganz zu schweigen von den Anzeigen-Einnahmen, die seit jeher den größten Teil des Umsatzes bei den Zeitungen ausgemacht haben. Ich wage zu behaupten, dass Qualität in den letzten Jahrhunderten eine eher untergeordnete Rolle bei der Wertschöpfung gespielt hat. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.<span id="more-237"></span></p>
<div id="attachment_240" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-medium wp-image-240" title="Rupert Murdoch" src="http://ameisendorf.de/wp-content/uploads/2009/08/rupert_murdoch-200x300.jpg" alt="Rupert Murdoch" width="200" height="300" /><p class="wp-caption-text">Rupert Murdoch</p></div>
<p>Trotzdem geht dieser Vorstoß in die richtige Richtung.  Geld mit journalistischen Inhalten  zu verdienen und auf Qualität zu setzen, erscheint vor dem Hintergrund stetig schrumpfender Umsätze im Anzeigen-Geschäft und verschwindend geringer Distributionskosten in der &#8220;digitalen Welt&#8221; sinnvoller und zielführender als die Sicherung des Status Quo. Man könnte zwischen den Zeilen wohlwollend ein Umdenken bei den Verlagen erahnen, das lange überfällig war.</p>
<p>Murdochs Plan besticht durch Einfachheit, dürfte in der Praxis aber so seine Probleme haben. Denn die  oft zitierte &#8220;Kostenlos-Kultur&#8221; im Internet ist nicht, <a href="http://meedia.de/nc/details/article/bild-chef--internet-hat-geburtsfehler_100018825.html?et_cid=4&amp;et_lid=5&amp;et_sub=%22%E2%80%9EBild%E2%80%9C-Chef:%20Internet%20hat%20%E2%80%9EGeburtsfehler%E2%80%9C%22">wie BILD-Chef Kai Diekmann so unpassend bemerkte</a>, nur ein &#8220;verfluchter Geburtsfehler des Internets&#8221;, sondern u.a. eine Erfindung der Verlage, die etwa 30 Jahre nach der Geburt des Internets/ARPANETs eingeführt wurde. Ein Resultat aus Kurzsichtigkeit, geringer Wertschätzung von Online-Inhalten und Konsumenten sowie der Angst vor Veränderungen. Was man also in den letzten 15 Jahren bei der &#8220;Erziehung&#8221; seiner Konsumenten versäumt hat, soll jetzt wieder um-erzogen werden. Und das entgegen dem allgemeinen Trend im Internet, dass eben nicht nur Inhalte, sondern auch Dienstleistungen kostenlos angeboten werden.</p>
<p>Aber weder Murdoch noch Döpfner werden die Gesetze der Marktwirtschaft außer Kraft setzen können. Und deswegen wird niemand für etwas bezahlen, was er in gleicher Qualität an anderer Stelle kostenlos bekommen kann. Also müssen Produkte her, die sich von denen der Mitbewerber abheben &#8211; das ist ganz sicher nicht der 1:1 kopierte Agentur-Content, der heute einen Großteil der Online-Portale mit Leben füllt. Bezahlen werden die Leser also &#8211; wenn überhaupt &#8211; für Qualität und/oder Nischenprodukte. Qualität liegt aber nicht per se vor, nur weil ein Journalist Inhalte verfasst oder ein Verleger den Inhalt verbreitet hat.</p>
<p>Ich drücke die Daumen, bin aber mehr als skeptisch. Das liegt nicht an mangelnder Bereitschaft, für Qualität zu zahlen, sondern am Mangel an Produkten, für die ich persönlich bezahlen würde, solange ich nicht muss. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass hier mittelfristig ein tragfähiges Konzept entsteht, das aber nicht die Umsatzrückgänge im klassischen Print-Geschäft kompensieren kann.</p>
<p>Foto: World Economic Forum</p>
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		<title>Hubert Burda: Wir werden schleichend enteignet</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 06:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
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		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
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		<description><![CDATA[Anscheinend ist es dieser Tage angesagt, den Staat für seine eigenen Probleme oder die einer ganzen Branche verantwortlich zu machen. In seinem Gastbeitrag Wir werden schleichend enteignet in der FAZ lässt Medienmogul Hubert Burda mal so richtig Dampf ab und sieht auch den Staat in der Pflicht. Für ihn ist die Tatsache unerträglich, dass Google [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anscheinend ist es dieser Tage angesagt, den Staat für seine eigenen Probleme oder die einer ganzen Branche verantwortlich zu machen. In seinem Gastbeitrag <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E5A9CAF508685453EB782013BE79E9C91~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Wir werden schleichend enteignet</a> in der FAZ lässt Medienmogul Hubert Burda mal so richtig Dampf ab und sieht auch den Staat in der Pflicht.</p>
<p>Für ihn ist die Tatsache unerträglich, dass Google durch die Nutzung fremder (journalistischer) Inhalte Geld verdient &#8211; und zwar mehr als die Produzenten der Inhalte selbst. Dennoch weiß er den Service von Google zu schätzen, der ihm ja Besucher auf seine Seite bringt und dadurch letzten Endes auch Umsatz generiert. Allerdings, und da hängt der gute Herr Burda mich dann gedanklich ab, soll Google dafür bezahlen und der Staat entsprechende Gesetze dafür schaffen.</p>
<blockquote><p>Wir debattieren daher in zunehmendem Maße darüber, ob wir es weiter akzeptieren können, wenn andere kommerzielle Anbieter aus unseren Angeboten und damit von unserem originären journalistischen Handwerk einen größeren wirtschaftlichen Nutzen ziehen, als wir selbst es tun. [...] Doch wer die Leistung anderer kommerziell nutzt, muss dafür bezahlen.</p></blockquote>
<p>Ein interessanter Artikel, der aber mehr Fragen als Antworten liefert. Aus meiner Sicht sollten die Vorteile, die für die Verlage durch Google entstehen, überwiegen. Letzten Endes finde ich bei Google zwar meinen Focus-Artikel, doch vollständig lesen kann ich ihn bei Google nicht. Ohne Google würde den Nachrichten Sites der Traffic und damit der Umsatz signifikant wegbrechen. Und man darf nicht vergessen, dass die Zeitungen ihre Inhalte von Google indizieren lassen wollen.</p>
<p>Dass Google hier anscheinend das bessere Geschäftsmodell hat und durch das Zitieren und Verlinken von fremden Inhalten mehr Umsatz generiert, ist offensichtlich. Doch warum sollte Google die Zeitungshäuser subventionieren?</p>
<p>Hingegen kann ich einem Teil seiner Überlegungen folgen, wenn es um das Leistungsschutzrecht geht. Unklar ist aber, ob es ihm hier tatsächlich darum geht, eine Grundversorung an hochwertigen journalistischen Inhalten oder den eigenen Status Quo zu sichern. Dass tatsächlich die Demokratie in Gefahr ist, halte ich aber für eher fraglich.</p>
<p>Mehr zum Thema mit einer sehr schönen Metapher: <a href="http://medialdigital.de/2009/06/30/dann-boykottiert-doch-google/">Medial Digital &#8211; Dann boykottiert doch Google</a></p>
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		<title>Die taz im digitalen Abo</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 19:16:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die taz und einige andere Tageszeitungen haben es erkannt: Zeitungen werden sich zukünftig auf deutlich geringere Umsätze durch Anzeigen gewöhnen und alternative Erlösmodelle in Betracht ziehen müssen. Und während viele Verlage noch immer an ihrer Vogel-Strauß-Taktik festhalten und warten, dass die &#8220;jungen Leute&#8221; endlich alt genug werden, um gedruckte Zeitungen zu kaufen, holt die taz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-7" title="Logo der taz" src="http://ameisendorf.de/wp-content/uploads/2009/06/logo_taz-300x48.gif" alt="Logo der taz" width="300" height="48" />Die taz und einige andere Tageszeitungen haben es erkannt: Zeitungen werden sich zukünftig auf deutlich geringere Umsätze durch Anzeigen gewöhnen und alternative Erlösmodelle in Betracht ziehen müssen. Und während viele Verlage noch immer an ihrer Vogel-Strauß-Taktik festhalten und warten, dass die &#8220;jungen Leute&#8221; endlich alt genug werden, um gedruckte Zeitungen zu kaufen, holt die taz ihre Leser lieber am heimischen Bildschirm mit dem digitalen Abo ab &#8211; ohne Anzeigen und ohne DRM.</p>
<p><a href="http://www.taz.de/zeitung/abo/digitales-abo/">Das digitale taz-Abo</a> ist mit 10 Euro im Monat deutlich günstiger als die Print-Ausgabe. Natürlich steht es der LeserIn frei, wie auch schon bei der gedruckten Ausgabe, den &#8220;politischen Preis&#8221; zu zahlen &#8211; dieser liegt bei 20 Euro. Dafür kann sich die AbonnentIn bereits am Vortag um 22 Uhr die taz vom nächsten Tag runterladen. Zur Auswahl stehen neben dem EPUB-Format auch HTML und eine fade ASCII-Variante für den nostalgischen Bernsteinmonitor.</p>
<p>Der Schritt, den die taz mit ihrem digitalen Abo gemacht hat, geht in die richtige Richtung. Warum soll ich eine gedruckte Zeitung mit mir rumtragen, wenn ich die Zeitung auch auf meinem Notebook oder iPhone lesen kann? Allerdings offenbaren sich bei der Nutzung der EPUB-Variante sehr schnell die Grenzen der bisher verfügbaren Reader. Hier muss anständige Software und Hardware her.</p>
<p>Alles in Allem aber immer noch um Welten besser als das Lesen der Seiten im PDF-Format als exaktes Abbild der gedruckten Seite. Das Einzige das stört sind die fehlenden Bilder.</p>
<p>Man darf gespannt sein, ob weitere Zeitungen dem Beispiel der taz folgen werden.</p>
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