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	<title>Ameisendorf &#187; Yahoo</title>
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	<description>Kannste nicht kaufen, Digger!</description>
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		<title>Suchmaschinen-Allianz gegen Google?</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 15:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon Anfang 2008 gab es eine erste (offizielle) Annäherung zwischen Yahoo und Microsoft. Damals wollte Microsoft-CEO Steve Ballmer Yahoo für knapp 45 Milliarden US-Dollar kaufen. Das Vorhaben scheiterte aber bereits im Mai an Yahoos damaligem CEO und Mitbegründer Jerry Yang, laut Medienberichten weil er deutlich mehr Geld verlangte. Auch der anschließende Versuch, nur die Suchtechnologie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon Anfang 2008 gab es eine erste (offizielle) Annäherung zwischen <a href="http://www.yahoo.com">Yahoo</a> und <a href="http://www.microsoft.com">Microsoft</a>. Damals wollte Microsoft-CEO Steve Ballmer Yahoo für knapp 45 Milliarden US-Dollar kaufen. Das Vorhaben scheiterte aber bereits im Mai an Yahoos damaligem CEO und Mitbegründer Jerry Yang, laut Medienberichten weil er deutlich mehr Geld verlangte. Auch der anschließende Versuch,  nur die Suchtechnologie von Yahoo zu lizensieren, scheiterte.</p>
<p>Damals wurde also nichts aus Ballmers Traum, dem Suchmaschinen-Riesen <a href="http://www.google.com">Google</a> den Kampf anzusagen und sich ein Stück vom Online-Werbekuchen zu sichern. Seitdem hat sich aber Viel getan:  Microsoft hat mit <a href="http://www.bing.com">Bing</a> eine eigene Suchmaschine entwickelt, und Yahoo hat mit CEO Carol Bartz seit Januar eine neue Chefin bekommen. Und aus dem geplanten Kauf von Yahoo ist jetzt immerhin eine <a href="http://choicevalueinnovation.com/thedeal/Default.aspx">Kooperation</a> geworden, die auf zehn Jahre vereinbart wurde und zu verwirren weiß.</p>
<p>Während Yahoo sich verpflichtet, die Suchtechnologie von Microsoft auf dem eigenen Portal einzubinden und den Anzeigenverkauf für Großkunden zu übernehmen, wird sich Microsoft um die kleinen Kunden kümmern. Dabei kann Microsoft auf die Yahoo-Suchtechnologie im Rahmen eines Lizenzvertrages zugreifen und diese für eigene Produkte verwenden. Dadurch entstehen neben der Vermarktung des Yahoo-Portals weitere Konflikte, die auch die eigenen Instant Messaging Services sowie konkurrierende eMail- und News-Dienste umfassen.</p>
<p>Während Microsoft noch immer sowas von 80er-Jahre ist, hat sich Yahoo in den letzten Jahren sehr aktiv im Umfeld des <a href="http://www.ysearchblog.com/2008/03/13/the-yahoo-search-open-ecosystem/">Semantischen Webs</a> und in der Bereitstellung von offenen <a href="http://developer.yahoo.net/blog/archives/2008/04/introducing_the_1.html">APIs für Entwickler</a> unter Einhaltung gängiger Web-Standards verdient gemacht. Doch was wird in Zukunft mit so großartigen Diensten wie <a href="http://developer.yahoo.com/search/boss/">BOSS</a> (Build Your Own Search Service), <a href="http://developer.yahoo.com/geo/">Yahoos Geo Services</a>, <a href="http://developer.yahoo.com/searchmonkey/">Search Monkey</a>, <a href="http://developer.yahoo.com/fireeagle/">Fire Eagle</a>, <a href="http://developer.yahoo.com/maps/">Yahoo Maps</a> und <a href="http://developer.yahoo.com/everything.html">all den anderen Yahoo-Projekten</a>, die teilweise auf Yahoos Suche basieren? Wer wird zukünftig in strategisch wichtige Projekte wie <a href="http://delicious.com">Delicious</a> und <a href="http://flickr.com">Flickr</a> investieren, um Yahoo voran zu bringen?</p>
<p><span id="more-185"></span></p>
<p>Die <a href="http://choicevalueinnovation.com/">Kooperation</a> zwischen Yahoo und Microsoft lässt also zwei Kulturen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aufeinander prallen: Auf der einen Seite der große und träge Ozeanriese Microsoft, der vor gut zehn Jahren noch geglaubt hat, dass sich das Internet eh nicht durchsetzen würde und von offenen Standards in etwa so viel hält wie ich von belgischem Bier. Auf der anderen Seite ein innovatives aber leider sehr oft unterschätztes Internet-Unternehmen, das &#8211; auch wenn es gerne als reiner Portal-Betreiber betrachtet wird &#8211; spannende Produkte entwickelt und der Community zur Verfügung stellt.</p>
<p>Aus meiner Sicht, dürfte sich Google spätestens jetzt beruhigt zurück lehnen. Denn bei dieser Kooperation wird es so viele Reibungsverluste geben, dass es eine Ewigkeit dauern wird, bis man eine gemeinsame Strategie entwickelt hat und die gemeinsame Kraft auf die Straße bringt. Hier waren zwei Teppichetagen am Werk, die tatsächlich glauben, dass sich die Marktanteile beider Anbieter einfach aufaddieren werden.</p>
<p>Natürlich ist ein starker Counterpart zu Google wünschenswert, doch aus meiner Sicht wird diese Kooperation im ersten Schritt Google stärken und weitere Marktanteile bescheren. Die <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2009/07/29/advertisers-welcome-microsoft-yahoo-search-deal/?partner=rss&amp;emc=rss">Befürworter dieser Kooperation</a>, die auf einen Preisverfall hoffen, werden sehr bald sehen, dass es auch einer vergleichsweise großen Reichweite bedarf, um eine echte Alternative zu Google zu bieten.</p>
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		<title>Associated Press vs. Internet</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jul 2009 20:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) möchte zukünftig hart durchgreifen, wenn es um die &#8220;unerlaubte&#8221; Nutzung ihres Contents geht. Was genau unter der &#8220;unerlaubten&#8221; Nutzung zu verstehen ist, lässt sich bei der New York Times nachlesen. Tom Curley, The A.P.’s president and chief executive, said the company’s position was that even minimal use of a news [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) möchte zukünftig hart durchgreifen, wenn es um die &#8220;unerlaubte&#8221; Nutzung ihres Contents geht. Was genau unter der &#8220;unerlaubten&#8221; Nutzung zu verstehen ist, lässt sich bei der <a href="http://www.nytimes.com/2009/07/24/business/media/24content.html?_r=1">New York Times</a> nachlesen.</p>
<blockquote><p>Tom Curley, The A.P.’s president and chief executive, said the company’s position was that even minimal use of a news article online required a licensing agreement with the news organization that produced it. In an interview, he specifically cited references that include a headline and a link to an article, a standard practice of search engines like Google, Bing and Yahoo, news aggregators and blogs.</p></blockquote>
<div id="attachment_163" class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_associated_press_building_in_new_york_city.jpg"><img class="size-medium wp-image-163 " title="Gebäude der Associated Press in New York" src="http://ameisendorf.de/wp-content/uploads/2009/07/The_associated_press_building_in_new_york_city-225x300.jpg" alt="Gebäude der Associated Press in New York (Quelle: Wikimedia)" width="180" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Associated Press in New York (Quelle: Wikimedia)</p></div>
<p>Damit ist klar, dass alleine das Zitieren und Verlinken eines AP-Artikels ohne einen Lizenzvertrag als unerlaubte Nutzung angesehen wird. Bei mehr als 1.400 Zeitungen, die an der AP beteiligt sind und deren Content nutzen und verbreiten, bedeutet das, dass es für Blogger und andere kleinere Content-Produzenten unter Umständen teuer wird &#8211; wenn sie nicht vor dem Verlinken einer Nachricht mit dem Urheber oder Rechteinhaber verhandeln oder zahlen. Für die vielen nicht-kommerziellen Angebote im Web ein echter Show Stopper.</p>
<p>Damit stellt AP &#8211; ähnlich wie die Urheber der Hamburger Erklärung, nur wesentlich direkter &#8211; das bestehende Zitatrecht in Frage. Ähnlich wie nach dem Urhebergesetz (UrhG, <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__51.html">§51 Zitate</a>) in Deutschland dürfen auch in den USA Auszüge aus urheberrechtlich geschützten Werken für eigene Werke als Zitat verwendet werden &#8211; <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fair_use">Fair Use</a>. Tom Curley möchte dieses Recht aber nicht nur beschneiden, sondern dieses auch veräußern können &#8211; eine Privatisierung der Pressefreiheit auf Kosten der Demokratie?!</p>
<p>Jeff Jarvis, Journalist und Autor von <em>What Would Google Do?</em>, greift dieses Thema ebenfalls in seinem <a href="http://www.buzzmachine.com/2009/07/24/how-and-why-to-replace-the-ap/">Weblog</a> auf.</p>
<blockquote><p>Oh, it probably won’t succeed, just because what it suggests is so impractical and illegal and ultimately undemocratic and unconstitutional.</p></blockquote>
<p>Mal sehen wie es weitergeht&#8230;</p>
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