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	<title>Ameisendorf &#187; Medien</title>
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	<description>Kannste nicht kaufen, Digger!</description>
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		<title>Ende mit kostenlos!</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 16:52:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist der Sommer der Dinosaurier, Lobbyisten und Realitätsverweigerer. Nach der hamburger Erklärung, der Enteignungs-Diskussion um Google und APs Vorstoß in Sachen Bekämpfung der freien Meinungsäußerung eröffnet kein Geringerer als Rupert Murdoch, Chef eines der größten Medienunternehmen der Welt, die nächste Runde: Paid Content Auch wenn die Realisierung der Pläne extrem unrealistisch anmutet, gewinnt die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist der Sommer der Dinosaurier, Lobbyisten und Realitätsverweigerer. Nach der hamburger Erklärung, der Enteignungs-Diskussion um Google und APs Vorstoß in Sachen Bekämpfung der freien Meinungsäußerung eröffnet kein Geringerer als <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rupert_murdoch">Rupert Murdoch</a>, Chef eines der größten Medienunternehmen der Welt, die nächste Runde: <strong>Paid Content</strong></p>
<p>Auch wenn die Realisierung der Pläne extrem unrealistisch anmutet,  gewinnt die Diskussion endlich ein wenig an Substanz, was ihr wirklich gut tut. Denn jetzt geht es erstmals (auch) um Journalismus und Qualität &#8211; die Inhalte rücken in den Mittelpunkt.</p>
<p>Innerhalb des nächsten Jahres sollen alle Online-Inhalte der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/News_Corporation">News Corporation</a> kostenpflichtig werden, denn Qualitäts-Journalismus muss finanzierbar sein, so Murdoch.</p>
<blockquote><p>&#8220;Quality journalism is not cheap,&#8221; said Murdoch. &#8220;The digital revolution has opened many new and inexpensive distribution channels but it has not made content free. We intend to charge for all our news websites.&#8221; &#8211; <a href="http://www.guardian.co.uk/media/2009/aug/06/rupert-murdoch-website-charges">Guardian</a></p></blockquote>
<p>Wenig überraschend, dass auch andere Verleger sich zu Wort melden, um ähnliche Statements zum Besten zu geben. So erklärte Springer-Chef <a href="http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E89A79A2D09F24BA08FFC0179785924F6~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews">Mathias Döpfner im FAZ-Interview</a> seine Sicht der Dinge.</p>
<blockquote><p>Die Leser haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie bereit sind, für wirklich attraktive Inhalte Geld zu bezahlen. Qualität, geistige Wertschöpfung haben ihren Preis. Warum soll das in der digitalen Welt plötzlich anders sein?</p></blockquote>
<p>Nun ja, es könnte natürlich auch sein, dass es weniger die &#8220;attraktiven Inhalte&#8221; als vielmehr die Distributionskosten waren, die seit Jahrhunderten von Lesern bezahlt wurden. Ganz zu schweigen von den Anzeigen-Einnahmen, die seit jeher den größten Teil des Umsatzes bei den Zeitungen ausgemacht haben. Ich wage zu behaupten, dass Qualität in den letzten Jahrhunderten eine eher untergeordnete Rolle bei der Wertschöpfung gespielt hat. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.<span id="more-237"></span></p>
<div id="attachment_240" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-medium wp-image-240" title="Rupert Murdoch" src="http://ameisendorf.de/wp-content/uploads/2009/08/rupert_murdoch-200x300.jpg" alt="Rupert Murdoch" width="200" height="300" /><p class="wp-caption-text">Rupert Murdoch</p></div>
<p>Trotzdem geht dieser Vorstoß in die richtige Richtung.  Geld mit journalistischen Inhalten  zu verdienen und auf Qualität zu setzen, erscheint vor dem Hintergrund stetig schrumpfender Umsätze im Anzeigen-Geschäft und verschwindend geringer Distributionskosten in der &#8220;digitalen Welt&#8221; sinnvoller und zielführender als die Sicherung des Status Quo. Man könnte zwischen den Zeilen wohlwollend ein Umdenken bei den Verlagen erahnen, das lange überfällig war.</p>
<p>Murdochs Plan besticht durch Einfachheit, dürfte in der Praxis aber so seine Probleme haben. Denn die  oft zitierte &#8220;Kostenlos-Kultur&#8221; im Internet ist nicht, <a href="http://meedia.de/nc/details/article/bild-chef--internet-hat-geburtsfehler_100018825.html?et_cid=4&amp;et_lid=5&amp;et_sub=%22%E2%80%9EBild%E2%80%9C-Chef:%20Internet%20hat%20%E2%80%9EGeburtsfehler%E2%80%9C%22">wie BILD-Chef Kai Diekmann so unpassend bemerkte</a>, nur ein &#8220;verfluchter Geburtsfehler des Internets&#8221;, sondern u.a. eine Erfindung der Verlage, die etwa 30 Jahre nach der Geburt des Internets/ARPANETs eingeführt wurde. Ein Resultat aus Kurzsichtigkeit, geringer Wertschätzung von Online-Inhalten und Konsumenten sowie der Angst vor Veränderungen. Was man also in den letzten 15 Jahren bei der &#8220;Erziehung&#8221; seiner Konsumenten versäumt hat, soll jetzt wieder um-erzogen werden. Und das entgegen dem allgemeinen Trend im Internet, dass eben nicht nur Inhalte, sondern auch Dienstleistungen kostenlos angeboten werden.</p>
<p>Aber weder Murdoch noch Döpfner werden die Gesetze der Marktwirtschaft außer Kraft setzen können. Und deswegen wird niemand für etwas bezahlen, was er in gleicher Qualität an anderer Stelle kostenlos bekommen kann. Also müssen Produkte her, die sich von denen der Mitbewerber abheben &#8211; das ist ganz sicher nicht der 1:1 kopierte Agentur-Content, der heute einen Großteil der Online-Portale mit Leben füllt. Bezahlen werden die Leser also &#8211; wenn überhaupt &#8211; für Qualität und/oder Nischenprodukte. Qualität liegt aber nicht per se vor, nur weil ein Journalist Inhalte verfasst oder ein Verleger den Inhalt verbreitet hat.</p>
<p>Ich drücke die Daumen, bin aber mehr als skeptisch. Das liegt nicht an mangelnder Bereitschaft, für Qualität zu zahlen, sondern am Mangel an Produkten, für die ich persönlich bezahlen würde, solange ich nicht muss. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass hier mittelfristig ein tragfähiges Konzept entsteht, das aber nicht die Umsatzrückgänge im klassischen Print-Geschäft kompensieren kann.</p>
<p>Foto: World Economic Forum</p>
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		<title>Associated Press vs. Internet II</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 08:38:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin gespannt, wann dieser merkbefreite Vorschlag hier zu Lande seinen Weg in das Sommerloch findet. Wer bisher dachte, dass man sich gar nicht so frei von jeglichem Gespür für Realitäten und Verhältnismäßigkeiten machen kann, sieht spätestens jetzt, dass das durchaus geht. Das Zitieren von sieben Wörtern für die nicht-kommerzielle Nutzung kostet USD 7,50 &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin gespannt, wann dieser merkbefreite Vorschlag hier zu Lande seinen Weg in das Sommerloch findet. Wer bisher dachte, dass man sich gar nicht <a href="http://ameisendorf.de/2009/07/25/associated-press-vs-internet/">so frei von jeglichem Gespür für Realitäten und Verhältnismäßigkeiten</a> machen kann, sieht spätestens jetzt, dass das durchaus geht.</p>
<div id="attachment_231" class="wp-caption aligncenter" style="width: 483px"><img class="size-full wp-image-231" title="ap-fair-use-for-sale" src="http://ameisendorf.de/wp-content/uploads/2009/08/ap-fair-use-for-sale.png" alt="AP - Fair Use For Sale" width="473" height="480" /><p class="wp-caption-text">AP - Fair Use For Sale</p></div>
<p>Das Zitieren von sieben Wörtern für die nicht-kommerzielle Nutzung kostet USD 7,50 &#8211; die kann man bequem per Kreditkarte bezahlen. Ein echtes Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass das bisher kostenlos war und der Vorstoß der AP rechtlich mehr als fraglich ist.</p>
<p>Via: <a href="http://www.strehle.de/tim/weblog/archives/2009/08/04/1180">Tim&#8217;s Weblog</a></p>
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		<title>Associated Press vs. Internet</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jul 2009 20:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) möchte zukünftig hart durchgreifen, wenn es um die &#8220;unerlaubte&#8221; Nutzung ihres Contents geht. Was genau unter der &#8220;unerlaubten&#8221; Nutzung zu verstehen ist, lässt sich bei der New York Times nachlesen. Tom Curley, The A.P.’s president and chief executive, said the company’s position was that even minimal use of a news [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) möchte zukünftig hart durchgreifen, wenn es um die &#8220;unerlaubte&#8221; Nutzung ihres Contents geht. Was genau unter der &#8220;unerlaubten&#8221; Nutzung zu verstehen ist, lässt sich bei der <a href="http://www.nytimes.com/2009/07/24/business/media/24content.html?_r=1">New York Times</a> nachlesen.</p>
<blockquote><p>Tom Curley, The A.P.’s president and chief executive, said the company’s position was that even minimal use of a news article online required a licensing agreement with the news organization that produced it. In an interview, he specifically cited references that include a headline and a link to an article, a standard practice of search engines like Google, Bing and Yahoo, news aggregators and blogs.</p></blockquote>
<div id="attachment_163" class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_associated_press_building_in_new_york_city.jpg"><img class="size-medium wp-image-163 " title="Gebäude der Associated Press in New York" src="http://ameisendorf.de/wp-content/uploads/2009/07/The_associated_press_building_in_new_york_city-225x300.jpg" alt="Gebäude der Associated Press in New York (Quelle: Wikimedia)" width="180" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Associated Press in New York (Quelle: Wikimedia)</p></div>
<p>Damit ist klar, dass alleine das Zitieren und Verlinken eines AP-Artikels ohne einen Lizenzvertrag als unerlaubte Nutzung angesehen wird. Bei mehr als 1.400 Zeitungen, die an der AP beteiligt sind und deren Content nutzen und verbreiten, bedeutet das, dass es für Blogger und andere kleinere Content-Produzenten unter Umständen teuer wird &#8211; wenn sie nicht vor dem Verlinken einer Nachricht mit dem Urheber oder Rechteinhaber verhandeln oder zahlen. Für die vielen nicht-kommerziellen Angebote im Web ein echter Show Stopper.</p>
<p>Damit stellt AP &#8211; ähnlich wie die Urheber der Hamburger Erklärung, nur wesentlich direkter &#8211; das bestehende Zitatrecht in Frage. Ähnlich wie nach dem Urhebergesetz (UrhG, <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__51.html">§51 Zitate</a>) in Deutschland dürfen auch in den USA Auszüge aus urheberrechtlich geschützten Werken für eigene Werke als Zitat verwendet werden &#8211; <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fair_use">Fair Use</a>. Tom Curley möchte dieses Recht aber nicht nur beschneiden, sondern dieses auch veräußern können &#8211; eine Privatisierung der Pressefreiheit auf Kosten der Demokratie?!</p>
<p>Jeff Jarvis, Journalist und Autor von <em>What Would Google Do?</em>, greift dieses Thema ebenfalls in seinem <a href="http://www.buzzmachine.com/2009/07/24/how-and-why-to-replace-the-ap/">Weblog</a> auf.</p>
<blockquote><p>Oh, it probably won’t succeed, just because what it suggests is so impractical and illegal and ultimately undemocratic and unconstitutional.</p></blockquote>
<p>Mal sehen wie es weitergeht&#8230;</p>
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		<title>Der Verleger-Journalisten-Google Komplex</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 11:52:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Medienmogul Hubert Burda und Michael Konken, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), holen zum nächsten verbalen Schlag gegen Google aus. Offenbar verkörpert Google für sie das Internet und damit die Ursache für die großen Herausforderungen, mit denen sich die Medien konfrontiert sehen . Konrad Lischka hat es auf SPIEGEL Online sehr schön auf den Punkt gebracht: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Medienmogul Hubert Burda und Michael Konken, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), holen zum nächsten verbalen Schlag gegen Google aus. Offenbar verkörpert Google für sie das Internet und damit die Ursache für die großen Herausforderungen, mit denen sich die Medien konfrontiert sehen<em> </em>. Konrad Lischka hat es auf SPIEGEL Online sehr schön auf den Punkt gebracht: <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,637021,00.html">Sie schimpfen auf Google und meinen das Netz</a></p>
<div id="attachment_88" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/nrkbeta/2255263907/"><img class="size-medium wp-image-88 " title="Dr. Hubert Burda" src="http://ameisendorf.de/wp-content/uploads/2009/07/2255263907_1b9186cdf7-300x199.jpg" alt="Dr. Hubert Burda (Quelle: NRKbeta/Flickr)" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Hubert Burda (Quelle: NRKbeta/Flickr)</p></div>
<p>Während (nicht nur) hier zu Lande die Verleger sehr schwer an den deutlichen Umsatzrückgängen im Print und den zu zögerlich wachsenden Umsätzen im Online-Geschäft zu kämpfen haben, fahren Google &amp; Co. noch immer Gewinnsteigerungen ein &#8211; mit fremden (journalistischen) Inhalten. <a href="http://www.nytimes.com/2009/07/17/technology/companies/17google.html?_r=1&amp;partner=rss&amp;emc=rss">Google gab diese Woche bekannt</a>, den Gewinn im zweiten Quartal um 18% gesteigert zu haben, auch wenn das Umsatzwachstum mit &#8220;nur&#8221; 3% hinter den Erwartungen zurück blieb und somit die geringste Steigerung in der gesamten Firmengeschichte darstellt.</p>
<p>Da ist ein Feindbild schnell zur Hand. Ein etwas holpriger  Pfad, der für viel Dynamik im Web gesorgt hat, wurde durch die <a href="http://www.axelspringer.de/downloads/153453/Hamburger_Erklaerung.pdf">Hamburger Erklärung</a> und <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E5A9CAF508685453EB782013BE79E9C91~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Burdas Gastbeitrag in der FAZ</a> bereits im Juni geebnet. Für <a href="http://www.djv.de/index.php?id=20&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=1749&amp;tx_ttnews[backPid]=18">Konken</a> reicht das aus, um noch Einen drauf zu setzen und ein wenig auf Google rum zu treten &#8211; und zu stolpern. Denn leider kommt sein Versuch, sich bei den Verlegern anzubiedern,  bei dem <a href="http://carta.info/11986/offener-brief-an-djv-chef-michael-konken-2/">einen</a> oder <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2167">anderen</a> Journalisten nicht so gut an. Egal, wie oft man noch über diesen Pfad trampelt, es wird keine dreispurige Autobahn draus. Vielmehr hat man das Gefühl, dass die Kluft zwischen Verlegern und Journalisten durch diese Diskussion immer größer wird.</p>
<p>Die Gründe für den Unmut sind nachvollziehbar: Google hat zum Einen ein beachtlich großes Stück vom Werbe-Kuchen vereinnahmt, <a href="http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,637418,00.html">laut Burda</a> etwa ein Drittel des gesamten Online-Budgets. Zum Anderen lebt Google von fremden Inhalten &#8211; <strong>also auch  aber nicht nur</strong> &#8211; von dem von Verlagen produzierten und/oder verbreiteten Content. Dafür soll Google an die Distributoren zahlen. Die rechtliche Grundlage dafür soll der Staat schaffen. Das nennt sich &#8220;Fairer Wettbewerb&#8221; oder auch &#8220;Fair Share&#8221;.</p>
<p><span id="more-84"></span></p>
<p>Es stimmt natürlich, dass Google ohne fremden Content wie Mikado spielen mit gekochten Spaghetti ist. Doch darf man nicht vergessen,  dass Google den Verlagen im Gegenzug etwa 40 bis 50% der Besucher auf die Seiten schickt. Dabei reden wir von zusätzlichen vermarktbaren Page Impressions, die ohne Google gar nicht existent wären, und auf die Verlage nicht verzichten können und wollen. Auch darf man wohl davon ausgehen, dass annähernd 100% aller Journalisten Google bei ihrer täglichen Arbeit nutzen, um mit Hilfe fremder Inhalte eigene Inhalte zu erstellen, mit denen dann wiederum Journalisten und Verleger Geld verdienen. Von Wikipedia und sonstigem User Generated Content ganz zu schweigen. Alles Andere als eine Einbahnstraße also.</p>
<p>Traurig ist, dass die eigentlichen Herausforderungen, denen sich Verlage und Journalisten stellen müssen, bei der gesamten Diskussion zu kurz kommen. Diese lassen sich aber auch nicht mit staatlicher Regulierung oder Unterstützung in Form von Mehrwertsteuer-Ermäßigungen, wie sie Burda im Manager Magazin fordert, nachhaltig meistern. Es müssen neue und moderne Erlösmodelle gefunden werden, die einen wirtschaftlichen Rahmen für hochwertige journalistische Arbeit schaffen. Das geht nicht mit Subventionen, sondern nur durch Umdenken und durch eine sachlichere Diskussion.</p>
<p>Auch sollte man das Monopol Googles und die damit verbundenen Verschwörungstheorien, den Schutz geistigen Eigentums und die erschwerten Bedingungen in Zeiten der Wirtschaftskrise nicht zu einem Brei vermengen. Das hängt vielleicht alles irgendwie zusammen, ist aber doch nicht das Gleiche. Dass man Google aber durchaus kritisch gegenüber stehen muss, weil durch die hohe Verbreitung und Nutzung die Möglichkeit besteht, dies auszunutzen,  steht außer Frage. Das wird im Artikel von Konrad Lischka auch ausführlich dargestellt, und das Thema ist offenbar bereits an anderer Stelle <a href="http://www.wired.com/techbiz/it/magazine/17-08/mf_googlopoly">adressiert</a>. Über Zensur oder Missbrauch einer Machtstellung mache ich mir aber im Moment &#8211; im Gegensatz zum DJV &#8211;  eher <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_der_Leyen">von anderer Seite</a> Sorgen.</p>
<p>Das Interview mit Hubert Burda erscheint heute im (gedruckten) Manager Magazin. Ich bin sehr gespannt.</p>
<p>Mehr zum Thema: <a href="http://meedia.de/nc/details/article/die-angst-der-verlage-vor-der-suchmaschine_100022049.html">Meedia &#8211; Die Angst der Verlage vor der Suchmaschine</a></p>
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		<title>Vodafone: From Hero To Zero?</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 13:41:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich muss zugeben, dass ich mich über die Reaktionen auf die Vodafone-Kampagne Es ist deine Zeit sehr wundere. Und das, obwohl ich mich nicht erst seit gestern im &#8220;Mitmachweb&#8221; rumtreibe. Mir sind Phänomene wie die verschrobene Selbstwahrnehmung und das Geltungsbedürfnis vieler Blogger und selbsternannter Web 2.0 Idole durchaus vertraut. Und letzten Endes ist auch das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss zugeben, dass ich mich über die Reaktionen auf die Vodafone-Kampagne <a href="http://www.esistdeinezeit.de/"><em>Es ist deine Zeit</em></a> sehr wundere. Und das, obwohl ich mich nicht erst seit gestern im &#8220;Mitmachweb&#8221; rumtreibe. Mir sind Phänomene wie die verschrobene Selbstwahrnehmung und das Geltungsbedürfnis vieler Blogger und selbsternannter Web 2.0 Idole durchaus vertraut. Und letzten Endes ist auch das Mitmachweb nur ein Spiegel der Gesellschaft, wenn auch ein verzerrter.</p>
<p>Auf eine Person, die etwas probiert und riskiert, kommen 1.000 Gaffer, die nur daneben stehen und auf ihr Scheitern warten, um dann sagen zu können: Das habe ich ja gleich gesagt!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-63" title="vodafone_es-ist-deine-zeit" src="http://ameisendorf.de/wp-content/uploads/2009/07/vodafone_es-ist-deine-zeit.jpg" alt="vodafone_es-ist-deine-zeit" width="600" height="350" /></p>
<p>Aber eins vorweg: Der David Bowie Song <em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=zQFuNHCMF2Y">Heroes</a></em> wurde für den Spot so übel vergewaltigt, das einem schlicht die Adjektive ausgehen, um dieses Elend zu beschreiben. Das toppen nicht einmal die ahnungslosen Pflegefälle, die von RTL und Bohlen im DSDS-Vorentscheid an den TV-Pranger gestellt und öffentlich hingerichtet werden. Das tut weh, selbst wenn man nur ein wenig auf Bowies Musik steht. Die Kritik ist hier auf jeden Fall gerechtfertigt.</p>
<p>Doch sieht man davon ab, so bleibt aus meiner Sicht <a href="http://www.youtube.com/watch?v=nxGiWgyetZ8">ein nichts sagender Spot</a>, der weder richtig gut noch richtig schlecht ist, und der mit ein paar mehr oder weniger bekannten Testimonials geschmückt das Feeling der <strong><em>Generation Upload</em></strong> rüber bringen soll. Also der Leute, die ständig online sind, Dienste wie Twitter, Facebook, Flickr etc. nicht nur passiv nutzen. Und dafür braucht die Generation Upload neben den passenden mobilen Geräten auch eine echte Flatrate. Denen möchte Vodafone gerne etwas verkaufen.</p>
<p><span id="more-54"></span></p>
<p>Es ist sicherlich nicht zu weit hergeholt, wenn ich behaupte, dass  genau die Leute, die jetzt am lautesten schreien, nicht zur primären Zielgruppe der Kampagne gehören. Denn diese gehören einer elitären Minderheit an und haben schon längst ihr iPhone mit einem unverschämt teuren T-Mobile Tarif und 24-monatiger Laufzeit in der Tasche. Es geht um die breite Masse, die nicht so viel Geld für den Online-Spaß ausgeben will oder kann.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="align" value="center" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/nxGiWgyetZ8&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/nxGiWgyetZ8&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" align="center"></embed></object></p>
<p>Auch die moralische Entrüstung in Bezug auf <a href="http://saschalobo.com/">Sascha Lobo</a> und <a href="http://www.schnutinger.de/">Ute Hamelmann</a> kann ich nicht nachvollziehen. Im Fall Lobo ist es etwas weltfremd, zu glauben, dass ein &#8220;Werber&#8221; nicht für Geld auch Werbung machen würde. Peinlich ist natürlich das kleine Detail, dass Vodafone einer der ersten Provider war, die blind und ahnungslos Ursula von der Leyen aka Zensursula ihre Unterstützung für die Umsetzung der <a href="http://providerzensur.de/">sinnbefreiten Internetzensur</a> zusagten. Da hat Lobo sicherlich auch noch etwas mehr verkauft als nur seine Arbeitskraft, denn da habe ich kritischere und vernünftigere Töne in Erinnerung. Für Ute Hamelmann tut es mir irgendwie leid, denn ich glaube nicht, dass sie sich viel dabei gedacht hat, für ein bisschen Geld ein Handy auf dem <a href="http://blog.vodafone.de/2009/07/20/twittermom/">Vodafone-Blog</a> zu promoten. Dass sie natürlich die Integration mit <a href="http://www.flickr.com/photos/76025439@N00/">Flickr</a> herausstellt, und dort schon länger keine Bilder hochgeladen hat, ist sehr ungeschickt und irgendwie dann auch nicht authentisch. Da hat jemand gepennt oder das Internet nicht begriffen, denn die Transparenz des Mitmachwebs fördert diese Dinge umgehend zu Tage und vergisst nichts, niemals. Wenn eine Kampagne schon so unter Beschuss geraten ist, ist es einfach grob fahrlässig, auf sowas nicht zu achten.</p>
<p>Alles in Allem kann man sich nur wünschen, dass durch die erste Kampagne dieser Art ein Stein ins Rollen gebracht wird. Genug Aufmerksamkeit hat die Kampagne jetzt schon sicher. Wenn sie auch noch  Bewegung in den Markt bringt, und ihr vernünftige Tarife folgen, ist die Kampagne auf jeden Fall ein Erfolg. Und dann wird niemand mehr von diesem etwas missglückten Auftritt sprechen.</p>
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		<title>Hubert Burda: Wir werden schleichend enteignet</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 06:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Hubert Burda]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
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		<description><![CDATA[Anscheinend ist es dieser Tage angesagt, den Staat für seine eigenen Probleme oder die einer ganzen Branche verantwortlich zu machen. In seinem Gastbeitrag Wir werden schleichend enteignet in der FAZ lässt Medienmogul Hubert Burda mal so richtig Dampf ab und sieht auch den Staat in der Pflicht. Für ihn ist die Tatsache unerträglich, dass Google [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anscheinend ist es dieser Tage angesagt, den Staat für seine eigenen Probleme oder die einer ganzen Branche verantwortlich zu machen. In seinem Gastbeitrag <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E5A9CAF508685453EB782013BE79E9C91~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Wir werden schleichend enteignet</a> in der FAZ lässt Medienmogul Hubert Burda mal so richtig Dampf ab und sieht auch den Staat in der Pflicht.</p>
<p>Für ihn ist die Tatsache unerträglich, dass Google durch die Nutzung fremder (journalistischer) Inhalte Geld verdient &#8211; und zwar mehr als die Produzenten der Inhalte selbst. Dennoch weiß er den Service von Google zu schätzen, der ihm ja Besucher auf seine Seite bringt und dadurch letzten Endes auch Umsatz generiert. Allerdings, und da hängt der gute Herr Burda mich dann gedanklich ab, soll Google dafür bezahlen und der Staat entsprechende Gesetze dafür schaffen.</p>
<blockquote><p>Wir debattieren daher in zunehmendem Maße darüber, ob wir es weiter akzeptieren können, wenn andere kommerzielle Anbieter aus unseren Angeboten und damit von unserem originären journalistischen Handwerk einen größeren wirtschaftlichen Nutzen ziehen, als wir selbst es tun. [...] Doch wer die Leistung anderer kommerziell nutzt, muss dafür bezahlen.</p></blockquote>
<p>Ein interessanter Artikel, der aber mehr Fragen als Antworten liefert. Aus meiner Sicht sollten die Vorteile, die für die Verlage durch Google entstehen, überwiegen. Letzten Endes finde ich bei Google zwar meinen Focus-Artikel, doch vollständig lesen kann ich ihn bei Google nicht. Ohne Google würde den Nachrichten Sites der Traffic und damit der Umsatz signifikant wegbrechen. Und man darf nicht vergessen, dass die Zeitungen ihre Inhalte von Google indizieren lassen wollen.</p>
<p>Dass Google hier anscheinend das bessere Geschäftsmodell hat und durch das Zitieren und Verlinken von fremden Inhalten mehr Umsatz generiert, ist offensichtlich. Doch warum sollte Google die Zeitungshäuser subventionieren?</p>
<p>Hingegen kann ich einem Teil seiner Überlegungen folgen, wenn es um das Leistungsschutzrecht geht. Unklar ist aber, ob es ihm hier tatsächlich darum geht, eine Grundversorung an hochwertigen journalistischen Inhalten oder den eigenen Status Quo zu sichern. Dass tatsächlich die Demokratie in Gefahr ist, halte ich aber für eher fraglich.</p>
<p>Mehr zum Thema mit einer sehr schönen Metapher: <a href="http://medialdigital.de/2009/06/30/dann-boykottiert-doch-google/">Medial Digital &#8211; Dann boykottiert doch Google</a></p>
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		<title>Die taz im digitalen Abo</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 19:16:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[eBook]]></category>
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		<description><![CDATA[Die taz und einige andere Tageszeitungen haben es erkannt: Zeitungen werden sich zukünftig auf deutlich geringere Umsätze durch Anzeigen gewöhnen und alternative Erlösmodelle in Betracht ziehen müssen. Und während viele Verlage noch immer an ihrer Vogel-Strauß-Taktik festhalten und warten, dass die &#8220;jungen Leute&#8221; endlich alt genug werden, um gedruckte Zeitungen zu kaufen, holt die taz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-7" title="Logo der taz" src="http://ameisendorf.de/wp-content/uploads/2009/06/logo_taz-300x48.gif" alt="Logo der taz" width="300" height="48" />Die taz und einige andere Tageszeitungen haben es erkannt: Zeitungen werden sich zukünftig auf deutlich geringere Umsätze durch Anzeigen gewöhnen und alternative Erlösmodelle in Betracht ziehen müssen. Und während viele Verlage noch immer an ihrer Vogel-Strauß-Taktik festhalten und warten, dass die &#8220;jungen Leute&#8221; endlich alt genug werden, um gedruckte Zeitungen zu kaufen, holt die taz ihre Leser lieber am heimischen Bildschirm mit dem digitalen Abo ab &#8211; ohne Anzeigen und ohne DRM.</p>
<p><a href="http://www.taz.de/zeitung/abo/digitales-abo/">Das digitale taz-Abo</a> ist mit 10 Euro im Monat deutlich günstiger als die Print-Ausgabe. Natürlich steht es der LeserIn frei, wie auch schon bei der gedruckten Ausgabe, den &#8220;politischen Preis&#8221; zu zahlen &#8211; dieser liegt bei 20 Euro. Dafür kann sich die AbonnentIn bereits am Vortag um 22 Uhr die taz vom nächsten Tag runterladen. Zur Auswahl stehen neben dem EPUB-Format auch HTML und eine fade ASCII-Variante für den nostalgischen Bernsteinmonitor.</p>
<p>Der Schritt, den die taz mit ihrem digitalen Abo gemacht hat, geht in die richtige Richtung. Warum soll ich eine gedruckte Zeitung mit mir rumtragen, wenn ich die Zeitung auch auf meinem Notebook oder iPhone lesen kann? Allerdings offenbaren sich bei der Nutzung der EPUB-Variante sehr schnell die Grenzen der bisher verfügbaren Reader. Hier muss anständige Software und Hardware her.</p>
<p>Alles in Allem aber immer noch um Welten besser als das Lesen der Seiten im PDF-Format als exaktes Abbild der gedruckten Seite. Das Einzige das stört sind die fehlenden Bilder.</p>
<p>Man darf gespannt sein, ob weitere Zeitungen dem Beispiel der taz folgen werden.</p>
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