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	<title>Ameisendorf &#187; Journalismus</title>
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	<description>Kannste nicht kaufen, Digger!</description>
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		<title>Das Internet-Manifest.</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 20:52:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da genieße ich das schöne Wetter in Dänemark, um abends ein wenig zu bloggen, und ausgerechnet der DJV schnappt mir meinen Aufmacher weg. Egal: Gestern veröffentlichten 15 zumindest mir überwiegend bekannte Journalisten und Blogger das Internet-Manifest. Eine Sammlung von 17 Thesen, die Thomas Knüwer als Feedback auf ein Posting im Juli, in dem er die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da genieße ich das schöne Wetter in Dänemark, um abends ein wenig zu bloggen, und ausgerechnet der <a href="http://frei.djv-online.de/?p=546">DJV</a> schnappt mir meinen Aufmacher weg.</p>
<p>Egal: Gestern veröffentlichten 15 zumindest mir überwiegend bekannte Journalisten und Blogger das <a href="http://www.internet-manifest.de">Internet-Manifest</a>. Eine Sammlung von 17 Thesen, die Thomas Knüwer als Feedback auf ein <a href="http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=2167">Posting im Juli</a>, in dem er die Gründe für seinen Austritt aus dem DJV darlegte, bekam. Ihm ist auf Grund kurz zuvor veröffentlichter unsäglicher Pamphlete der deutschen Verlagslobby und des DJV so richtig der Arsch geplatzt, was sich sehr gut nachvollziehen lässt.</p>
<p>Doch was da so hochtrabend und unpassend als <em>Manifest</em> angekündigt wird, bleibt hinter den Erwartungen weit zurück. Es wurden 17 Punkte aufgelistet, die aus meiner Sicht überwiegend den Tatsachen entsprechen, doch Neues gibt es hier nicht zu lesen. Vielmehr ein Medley aus mindestens 10 Jahren Diskussionen rund um das Thema Internet und Medien.</p>
<p>Trotzdem bin ich mir sicher, gerade in Hinblick auf die aktuelle Diskussion um das Leistungsschutzrecht und Paid Content,  dass es Sinn macht, Statements zu sammeln und zu bündeln, um Unterstützer mobilisieren zu können. So kann man den Erklärungen der Verlagslobby etwas entgegensetzen.</p>
<p>In meinen Augen stellt das Dokument aber eher eine Aufforderung zum Dialog als ein <em>Manifest</em> dar. Denn an konkreten Forderungen oder Lösungsansätzen fehlt es bisher. Alles ist sehr allgemeingültig verfasst, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Daher holen die Initiatoren auch nur die Menschen ab, die ohnehin schon die selbe Meinung vertreten haben.</p>
<p>Um Überzeugungsarbeit zu leisten, reicht es nicht. Aber man wird sehen, in welche Richtung sich das &#8220;Manifest&#8221; weiterentwickelt. Zumindest werden die Thesen jetzt in einem größeren Kreis diskutiert, was definitiv einen kleinen Teilerfolg darstellt.</p>
<p>Stimmen: taz &#8211; <a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/bitte-redet-ueber-geld/">Bitte redet über Geld</a> &#8211; Meedia &#8211; <a href="http://meedia.de/nc/details/article/web-verreit-das-internet-manifest_100023104.html">Web verreißt das Internet-Manifest</a> &#8211; kaliban* &#8211; <a href="http://kaliban.de/2009/09/als-hatten-wir-nicht-genug-manifeste/">Als hätten wir nicht genug Manifeste</a></p>
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		<title>Ende mit kostenlos!</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 16:52:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist der Sommer der Dinosaurier, Lobbyisten und Realitätsverweigerer. Nach der hamburger Erklärung, der Enteignungs-Diskussion um Google und APs Vorstoß in Sachen Bekämpfung der freien Meinungsäußerung eröffnet kein Geringerer als Rupert Murdoch, Chef eines der größten Medienunternehmen der Welt, die nächste Runde: Paid Content Auch wenn die Realisierung der Pläne extrem unrealistisch anmutet, gewinnt die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist der Sommer der Dinosaurier, Lobbyisten und Realitätsverweigerer. Nach der hamburger Erklärung, der Enteignungs-Diskussion um Google und APs Vorstoß in Sachen Bekämpfung der freien Meinungsäußerung eröffnet kein Geringerer als <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rupert_murdoch">Rupert Murdoch</a>, Chef eines der größten Medienunternehmen der Welt, die nächste Runde: <strong>Paid Content</strong></p>
<p>Auch wenn die Realisierung der Pläne extrem unrealistisch anmutet,  gewinnt die Diskussion endlich ein wenig an Substanz, was ihr wirklich gut tut. Denn jetzt geht es erstmals (auch) um Journalismus und Qualität &#8211; die Inhalte rücken in den Mittelpunkt.</p>
<p>Innerhalb des nächsten Jahres sollen alle Online-Inhalte der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/News_Corporation">News Corporation</a> kostenpflichtig werden, denn Qualitäts-Journalismus muss finanzierbar sein, so Murdoch.</p>
<blockquote><p>&#8220;Quality journalism is not cheap,&#8221; said Murdoch. &#8220;The digital revolution has opened many new and inexpensive distribution channels but it has not made content free. We intend to charge for all our news websites.&#8221; &#8211; <a href="http://www.guardian.co.uk/media/2009/aug/06/rupert-murdoch-website-charges">Guardian</a></p></blockquote>
<p>Wenig überraschend, dass auch andere Verleger sich zu Wort melden, um ähnliche Statements zum Besten zu geben. So erklärte Springer-Chef <a href="http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E89A79A2D09F24BA08FFC0179785924F6~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews">Mathias Döpfner im FAZ-Interview</a> seine Sicht der Dinge.</p>
<blockquote><p>Die Leser haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie bereit sind, für wirklich attraktive Inhalte Geld zu bezahlen. Qualität, geistige Wertschöpfung haben ihren Preis. Warum soll das in der digitalen Welt plötzlich anders sein?</p></blockquote>
<p>Nun ja, es könnte natürlich auch sein, dass es weniger die &#8220;attraktiven Inhalte&#8221; als vielmehr die Distributionskosten waren, die seit Jahrhunderten von Lesern bezahlt wurden. Ganz zu schweigen von den Anzeigen-Einnahmen, die seit jeher den größten Teil des Umsatzes bei den Zeitungen ausgemacht haben. Ich wage zu behaupten, dass Qualität in den letzten Jahrhunderten eine eher untergeordnete Rolle bei der Wertschöpfung gespielt hat. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.<span id="more-237"></span></p>
<div id="attachment_240" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-medium wp-image-240" title="Rupert Murdoch" src="http://ameisendorf.de/wp-content/uploads/2009/08/rupert_murdoch-200x300.jpg" alt="Rupert Murdoch" width="200" height="300" /><p class="wp-caption-text">Rupert Murdoch</p></div>
<p>Trotzdem geht dieser Vorstoß in die richtige Richtung.  Geld mit journalistischen Inhalten  zu verdienen und auf Qualität zu setzen, erscheint vor dem Hintergrund stetig schrumpfender Umsätze im Anzeigen-Geschäft und verschwindend geringer Distributionskosten in der &#8220;digitalen Welt&#8221; sinnvoller und zielführender als die Sicherung des Status Quo. Man könnte zwischen den Zeilen wohlwollend ein Umdenken bei den Verlagen erahnen, das lange überfällig war.</p>
<p>Murdochs Plan besticht durch Einfachheit, dürfte in der Praxis aber so seine Probleme haben. Denn die  oft zitierte &#8220;Kostenlos-Kultur&#8221; im Internet ist nicht, <a href="http://meedia.de/nc/details/article/bild-chef--internet-hat-geburtsfehler_100018825.html?et_cid=4&amp;et_lid=5&amp;et_sub=%22%E2%80%9EBild%E2%80%9C-Chef:%20Internet%20hat%20%E2%80%9EGeburtsfehler%E2%80%9C%22">wie BILD-Chef Kai Diekmann so unpassend bemerkte</a>, nur ein &#8220;verfluchter Geburtsfehler des Internets&#8221;, sondern u.a. eine Erfindung der Verlage, die etwa 30 Jahre nach der Geburt des Internets/ARPANETs eingeführt wurde. Ein Resultat aus Kurzsichtigkeit, geringer Wertschätzung von Online-Inhalten und Konsumenten sowie der Angst vor Veränderungen. Was man also in den letzten 15 Jahren bei der &#8220;Erziehung&#8221; seiner Konsumenten versäumt hat, soll jetzt wieder um-erzogen werden. Und das entgegen dem allgemeinen Trend im Internet, dass eben nicht nur Inhalte, sondern auch Dienstleistungen kostenlos angeboten werden.</p>
<p>Aber weder Murdoch noch Döpfner werden die Gesetze der Marktwirtschaft außer Kraft setzen können. Und deswegen wird niemand für etwas bezahlen, was er in gleicher Qualität an anderer Stelle kostenlos bekommen kann. Also müssen Produkte her, die sich von denen der Mitbewerber abheben &#8211; das ist ganz sicher nicht der 1:1 kopierte Agentur-Content, der heute einen Großteil der Online-Portale mit Leben füllt. Bezahlen werden die Leser also &#8211; wenn überhaupt &#8211; für Qualität und/oder Nischenprodukte. Qualität liegt aber nicht per se vor, nur weil ein Journalist Inhalte verfasst oder ein Verleger den Inhalt verbreitet hat.</p>
<p>Ich drücke die Daumen, bin aber mehr als skeptisch. Das liegt nicht an mangelnder Bereitschaft, für Qualität zu zahlen, sondern am Mangel an Produkten, für die ich persönlich bezahlen würde, solange ich nicht muss. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass hier mittelfristig ein tragfähiges Konzept entsteht, das aber nicht die Umsatzrückgänge im klassischen Print-Geschäft kompensieren kann.</p>
<p>Foto: World Economic Forum</p>
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		<title>Zitat des Tages I</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 13:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Zitat, das mir dieser Tage immer wieder in den Sinn kommt, gehäuft im Zusammenhang mit Dienstwagen und Politikern. What journalists do, which many bloggers have yet to learn, is to consult multiple sources and do fact checking before blurting out a story. But what bloggers do, which journalists have yet to learn, is to [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Zitat, das mir dieser Tage immer wieder in den Sinn kommt, gehäuft im Zusammenhang mit Dienstwagen und Politikern.</p>
<blockquote><p>What journalists do, which many bloggers have yet to learn, is to consult multiple sources and do fact checking before blurting out a story. But what bloggers do, which journalists have yet to learn, is to wear their biases on their sleeve, rather than pretending they don’t exist. (<a href="http://radar.oreilly.com/2008/08/lessons-on-blogging-from-jon-stewart.html#comment-2041827">Tim O&#8217;Reilly</a>)</p></blockquote>
<p>Qualitäts-Journalismus ist mehr als das Verbreiten von Inhalten über renommierte Content-Distributoren.</p>
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		<title>Der Verleger-Journalisten-Google Komplex</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 11:52:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Medienmogul Hubert Burda und Michael Konken, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), holen zum nächsten verbalen Schlag gegen Google aus. Offenbar verkörpert Google für sie das Internet und damit die Ursache für die großen Herausforderungen, mit denen sich die Medien konfrontiert sehen . Konrad Lischka hat es auf SPIEGEL Online sehr schön auf den Punkt gebracht: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Medienmogul Hubert Burda und Michael Konken, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), holen zum nächsten verbalen Schlag gegen Google aus. Offenbar verkörpert Google für sie das Internet und damit die Ursache für die großen Herausforderungen, mit denen sich die Medien konfrontiert sehen<em> </em>. Konrad Lischka hat es auf SPIEGEL Online sehr schön auf den Punkt gebracht: <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,637021,00.html">Sie schimpfen auf Google und meinen das Netz</a></p>
<div id="attachment_88" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/nrkbeta/2255263907/"><img class="size-medium wp-image-88 " title="Dr. Hubert Burda" src="http://ameisendorf.de/wp-content/uploads/2009/07/2255263907_1b9186cdf7-300x199.jpg" alt="Dr. Hubert Burda (Quelle: NRKbeta/Flickr)" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Hubert Burda (Quelle: NRKbeta/Flickr)</p></div>
<p>Während (nicht nur) hier zu Lande die Verleger sehr schwer an den deutlichen Umsatzrückgängen im Print und den zu zögerlich wachsenden Umsätzen im Online-Geschäft zu kämpfen haben, fahren Google &amp; Co. noch immer Gewinnsteigerungen ein &#8211; mit fremden (journalistischen) Inhalten. <a href="http://www.nytimes.com/2009/07/17/technology/companies/17google.html?_r=1&amp;partner=rss&amp;emc=rss">Google gab diese Woche bekannt</a>, den Gewinn im zweiten Quartal um 18% gesteigert zu haben, auch wenn das Umsatzwachstum mit &#8220;nur&#8221; 3% hinter den Erwartungen zurück blieb und somit die geringste Steigerung in der gesamten Firmengeschichte darstellt.</p>
<p>Da ist ein Feindbild schnell zur Hand. Ein etwas holpriger  Pfad, der für viel Dynamik im Web gesorgt hat, wurde durch die <a href="http://www.axelspringer.de/downloads/153453/Hamburger_Erklaerung.pdf">Hamburger Erklärung</a> und <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E5A9CAF508685453EB782013BE79E9C91~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Burdas Gastbeitrag in der FAZ</a> bereits im Juni geebnet. Für <a href="http://www.djv.de/index.php?id=20&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=1749&amp;tx_ttnews[backPid]=18">Konken</a> reicht das aus, um noch Einen drauf zu setzen und ein wenig auf Google rum zu treten &#8211; und zu stolpern. Denn leider kommt sein Versuch, sich bei den Verlegern anzubiedern,  bei dem <a href="http://carta.info/11986/offener-brief-an-djv-chef-michael-konken-2/">einen</a> oder <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2167">anderen</a> Journalisten nicht so gut an. Egal, wie oft man noch über diesen Pfad trampelt, es wird keine dreispurige Autobahn draus. Vielmehr hat man das Gefühl, dass die Kluft zwischen Verlegern und Journalisten durch diese Diskussion immer größer wird.</p>
<p>Die Gründe für den Unmut sind nachvollziehbar: Google hat zum Einen ein beachtlich großes Stück vom Werbe-Kuchen vereinnahmt, <a href="http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,637418,00.html">laut Burda</a> etwa ein Drittel des gesamten Online-Budgets. Zum Anderen lebt Google von fremden Inhalten &#8211; <strong>also auch  aber nicht nur</strong> &#8211; von dem von Verlagen produzierten und/oder verbreiteten Content. Dafür soll Google an die Distributoren zahlen. Die rechtliche Grundlage dafür soll der Staat schaffen. Das nennt sich &#8220;Fairer Wettbewerb&#8221; oder auch &#8220;Fair Share&#8221;.</p>
<p><span id="more-84"></span></p>
<p>Es stimmt natürlich, dass Google ohne fremden Content wie Mikado spielen mit gekochten Spaghetti ist. Doch darf man nicht vergessen,  dass Google den Verlagen im Gegenzug etwa 40 bis 50% der Besucher auf die Seiten schickt. Dabei reden wir von zusätzlichen vermarktbaren Page Impressions, die ohne Google gar nicht existent wären, und auf die Verlage nicht verzichten können und wollen. Auch darf man wohl davon ausgehen, dass annähernd 100% aller Journalisten Google bei ihrer täglichen Arbeit nutzen, um mit Hilfe fremder Inhalte eigene Inhalte zu erstellen, mit denen dann wiederum Journalisten und Verleger Geld verdienen. Von Wikipedia und sonstigem User Generated Content ganz zu schweigen. Alles Andere als eine Einbahnstraße also.</p>
<p>Traurig ist, dass die eigentlichen Herausforderungen, denen sich Verlage und Journalisten stellen müssen, bei der gesamten Diskussion zu kurz kommen. Diese lassen sich aber auch nicht mit staatlicher Regulierung oder Unterstützung in Form von Mehrwertsteuer-Ermäßigungen, wie sie Burda im Manager Magazin fordert, nachhaltig meistern. Es müssen neue und moderne Erlösmodelle gefunden werden, die einen wirtschaftlichen Rahmen für hochwertige journalistische Arbeit schaffen. Das geht nicht mit Subventionen, sondern nur durch Umdenken und durch eine sachlichere Diskussion.</p>
<p>Auch sollte man das Monopol Googles und die damit verbundenen Verschwörungstheorien, den Schutz geistigen Eigentums und die erschwerten Bedingungen in Zeiten der Wirtschaftskrise nicht zu einem Brei vermengen. Das hängt vielleicht alles irgendwie zusammen, ist aber doch nicht das Gleiche. Dass man Google aber durchaus kritisch gegenüber stehen muss, weil durch die hohe Verbreitung und Nutzung die Möglichkeit besteht, dies auszunutzen,  steht außer Frage. Das wird im Artikel von Konrad Lischka auch ausführlich dargestellt, und das Thema ist offenbar bereits an anderer Stelle <a href="http://www.wired.com/techbiz/it/magazine/17-08/mf_googlopoly">adressiert</a>. Über Zensur oder Missbrauch einer Machtstellung mache ich mir aber im Moment &#8211; im Gegensatz zum DJV &#8211;  eher <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_der_Leyen">von anderer Seite</a> Sorgen.</p>
<p>Das Interview mit Hubert Burda erscheint heute im (gedruckten) Manager Magazin. Ich bin sehr gespannt.</p>
<p>Mehr zum Thema: <a href="http://meedia.de/nc/details/article/die-angst-der-verlage-vor-der-suchmaschine_100022049.html">Meedia &#8211; Die Angst der Verlage vor der Suchmaschine</a></p>
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