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	<title>Ameisendorf &#187; Hubert Burda</title>
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	<description>Kannste nicht kaufen, Digger!</description>
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		<title>Der Verleger-Journalisten-Google Komplex</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 11:52:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Medienmogul Hubert Burda und Michael Konken, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), holen zum nächsten verbalen Schlag gegen Google aus. Offenbar verkörpert Google für sie das Internet und damit die Ursache für die großen Herausforderungen, mit denen sich die Medien konfrontiert sehen . Konrad Lischka hat es auf SPIEGEL Online sehr schön auf den Punkt gebracht: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Medienmogul Hubert Burda und Michael Konken, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), holen zum nächsten verbalen Schlag gegen Google aus. Offenbar verkörpert Google für sie das Internet und damit die Ursache für die großen Herausforderungen, mit denen sich die Medien konfrontiert sehen<em> </em>. Konrad Lischka hat es auf SPIEGEL Online sehr schön auf den Punkt gebracht: <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,637021,00.html">Sie schimpfen auf Google und meinen das Netz</a></p>
<div id="attachment_88" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/nrkbeta/2255263907/"><img class="size-medium wp-image-88 " title="Dr. Hubert Burda" src="http://ameisendorf.de/wp-content/uploads/2009/07/2255263907_1b9186cdf7-300x199.jpg" alt="Dr. Hubert Burda (Quelle: NRKbeta/Flickr)" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Hubert Burda (Quelle: NRKbeta/Flickr)</p></div>
<p>Während (nicht nur) hier zu Lande die Verleger sehr schwer an den deutlichen Umsatzrückgängen im Print und den zu zögerlich wachsenden Umsätzen im Online-Geschäft zu kämpfen haben, fahren Google &amp; Co. noch immer Gewinnsteigerungen ein &#8211; mit fremden (journalistischen) Inhalten. <a href="http://www.nytimes.com/2009/07/17/technology/companies/17google.html?_r=1&amp;partner=rss&amp;emc=rss">Google gab diese Woche bekannt</a>, den Gewinn im zweiten Quartal um 18% gesteigert zu haben, auch wenn das Umsatzwachstum mit &#8220;nur&#8221; 3% hinter den Erwartungen zurück blieb und somit die geringste Steigerung in der gesamten Firmengeschichte darstellt.</p>
<p>Da ist ein Feindbild schnell zur Hand. Ein etwas holpriger  Pfad, der für viel Dynamik im Web gesorgt hat, wurde durch die <a href="http://www.axelspringer.de/downloads/153453/Hamburger_Erklaerung.pdf">Hamburger Erklärung</a> und <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E5A9CAF508685453EB782013BE79E9C91~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Burdas Gastbeitrag in der FAZ</a> bereits im Juni geebnet. Für <a href="http://www.djv.de/index.php?id=20&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=1749&amp;tx_ttnews[backPid]=18">Konken</a> reicht das aus, um noch Einen drauf zu setzen und ein wenig auf Google rum zu treten &#8211; und zu stolpern. Denn leider kommt sein Versuch, sich bei den Verlegern anzubiedern,  bei dem <a href="http://carta.info/11986/offener-brief-an-djv-chef-michael-konken-2/">einen</a> oder <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2167">anderen</a> Journalisten nicht so gut an. Egal, wie oft man noch über diesen Pfad trampelt, es wird keine dreispurige Autobahn draus. Vielmehr hat man das Gefühl, dass die Kluft zwischen Verlegern und Journalisten durch diese Diskussion immer größer wird.</p>
<p>Die Gründe für den Unmut sind nachvollziehbar: Google hat zum Einen ein beachtlich großes Stück vom Werbe-Kuchen vereinnahmt, <a href="http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,637418,00.html">laut Burda</a> etwa ein Drittel des gesamten Online-Budgets. Zum Anderen lebt Google von fremden Inhalten &#8211; <strong>also auch  aber nicht nur</strong> &#8211; von dem von Verlagen produzierten und/oder verbreiteten Content. Dafür soll Google an die Distributoren zahlen. Die rechtliche Grundlage dafür soll der Staat schaffen. Das nennt sich &#8220;Fairer Wettbewerb&#8221; oder auch &#8220;Fair Share&#8221;.</p>
<p><span id="more-84"></span></p>
<p>Es stimmt natürlich, dass Google ohne fremden Content wie Mikado spielen mit gekochten Spaghetti ist. Doch darf man nicht vergessen,  dass Google den Verlagen im Gegenzug etwa 40 bis 50% der Besucher auf die Seiten schickt. Dabei reden wir von zusätzlichen vermarktbaren Page Impressions, die ohne Google gar nicht existent wären, und auf die Verlage nicht verzichten können und wollen. Auch darf man wohl davon ausgehen, dass annähernd 100% aller Journalisten Google bei ihrer täglichen Arbeit nutzen, um mit Hilfe fremder Inhalte eigene Inhalte zu erstellen, mit denen dann wiederum Journalisten und Verleger Geld verdienen. Von Wikipedia und sonstigem User Generated Content ganz zu schweigen. Alles Andere als eine Einbahnstraße also.</p>
<p>Traurig ist, dass die eigentlichen Herausforderungen, denen sich Verlage und Journalisten stellen müssen, bei der gesamten Diskussion zu kurz kommen. Diese lassen sich aber auch nicht mit staatlicher Regulierung oder Unterstützung in Form von Mehrwertsteuer-Ermäßigungen, wie sie Burda im Manager Magazin fordert, nachhaltig meistern. Es müssen neue und moderne Erlösmodelle gefunden werden, die einen wirtschaftlichen Rahmen für hochwertige journalistische Arbeit schaffen. Das geht nicht mit Subventionen, sondern nur durch Umdenken und durch eine sachlichere Diskussion.</p>
<p>Auch sollte man das Monopol Googles und die damit verbundenen Verschwörungstheorien, den Schutz geistigen Eigentums und die erschwerten Bedingungen in Zeiten der Wirtschaftskrise nicht zu einem Brei vermengen. Das hängt vielleicht alles irgendwie zusammen, ist aber doch nicht das Gleiche. Dass man Google aber durchaus kritisch gegenüber stehen muss, weil durch die hohe Verbreitung und Nutzung die Möglichkeit besteht, dies auszunutzen,  steht außer Frage. Das wird im Artikel von Konrad Lischka auch ausführlich dargestellt, und das Thema ist offenbar bereits an anderer Stelle <a href="http://www.wired.com/techbiz/it/magazine/17-08/mf_googlopoly">adressiert</a>. Über Zensur oder Missbrauch einer Machtstellung mache ich mir aber im Moment &#8211; im Gegensatz zum DJV &#8211;  eher <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_der_Leyen">von anderer Seite</a> Sorgen.</p>
<p>Das Interview mit Hubert Burda erscheint heute im (gedruckten) Manager Magazin. Ich bin sehr gespannt.</p>
<p>Mehr zum Thema: <a href="http://meedia.de/nc/details/article/die-angst-der-verlage-vor-der-suchmaschine_100022049.html">Meedia &#8211; Die Angst der Verlage vor der Suchmaschine</a></p>
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		<title>Hubert Burda: Wir werden schleichend enteignet</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 06:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Anscheinend ist es dieser Tage angesagt, den Staat für seine eigenen Probleme oder die einer ganzen Branche verantwortlich zu machen. In seinem Gastbeitrag Wir werden schleichend enteignet in der FAZ lässt Medienmogul Hubert Burda mal so richtig Dampf ab und sieht auch den Staat in der Pflicht. Für ihn ist die Tatsache unerträglich, dass Google [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anscheinend ist es dieser Tage angesagt, den Staat für seine eigenen Probleme oder die einer ganzen Branche verantwortlich zu machen. In seinem Gastbeitrag <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E5A9CAF508685453EB782013BE79E9C91~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Wir werden schleichend enteignet</a> in der FAZ lässt Medienmogul Hubert Burda mal so richtig Dampf ab und sieht auch den Staat in der Pflicht.</p>
<p>Für ihn ist die Tatsache unerträglich, dass Google durch die Nutzung fremder (journalistischer) Inhalte Geld verdient &#8211; und zwar mehr als die Produzenten der Inhalte selbst. Dennoch weiß er den Service von Google zu schätzen, der ihm ja Besucher auf seine Seite bringt und dadurch letzten Endes auch Umsatz generiert. Allerdings, und da hängt der gute Herr Burda mich dann gedanklich ab, soll Google dafür bezahlen und der Staat entsprechende Gesetze dafür schaffen.</p>
<blockquote><p>Wir debattieren daher in zunehmendem Maße darüber, ob wir es weiter akzeptieren können, wenn andere kommerzielle Anbieter aus unseren Angeboten und damit von unserem originären journalistischen Handwerk einen größeren wirtschaftlichen Nutzen ziehen, als wir selbst es tun. [...] Doch wer die Leistung anderer kommerziell nutzt, muss dafür bezahlen.</p></blockquote>
<p>Ein interessanter Artikel, der aber mehr Fragen als Antworten liefert. Aus meiner Sicht sollten die Vorteile, die für die Verlage durch Google entstehen, überwiegen. Letzten Endes finde ich bei Google zwar meinen Focus-Artikel, doch vollständig lesen kann ich ihn bei Google nicht. Ohne Google würde den Nachrichten Sites der Traffic und damit der Umsatz signifikant wegbrechen. Und man darf nicht vergessen, dass die Zeitungen ihre Inhalte von Google indizieren lassen wollen.</p>
<p>Dass Google hier anscheinend das bessere Geschäftsmodell hat und durch das Zitieren und Verlinken von fremden Inhalten mehr Umsatz generiert, ist offensichtlich. Doch warum sollte Google die Zeitungshäuser subventionieren?</p>
<p>Hingegen kann ich einem Teil seiner Überlegungen folgen, wenn es um das Leistungsschutzrecht geht. Unklar ist aber, ob es ihm hier tatsächlich darum geht, eine Grundversorung an hochwertigen journalistischen Inhalten oder den eigenen Status Quo zu sichern. Dass tatsächlich die Demokratie in Gefahr ist, halte ich aber für eher fraglich.</p>
<p>Mehr zum Thema mit einer sehr schönen Metapher: <a href="http://medialdigital.de/2009/06/30/dann-boykottiert-doch-google/">Medial Digital &#8211; Dann boykottiert doch Google</a></p>
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