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Amerikanischer iTunes-Account
Es gibt viele Gründe, sich eine zweite Existenz in den USA aufzubauen. Einer davon hat mit iTunes zu tun, denn mit einer amerikanischen Apple-ID lassen sich die Möglichkeiten von iTunes noch viel besser nutzen. Aber nicht nur das Angebot an Alben und Apps für das iPhone oder das iPad wird erheblich größer. Es gibt auch eine Menge aktueller Filme, die in Deutschland noch lange nicht im Kino oder TV zu sehen sein werden – und das in Originalton.
Da Apple nichts unternimmt, um diese Art der Nutzung von Fake-Identitäten zu verhindern, gehe ich davon aus, dass Apple damit kein Problem hat. Wie die rechtliche Situation dazu aussieht, weiß ich nicht – wäre aber sicher interessant, das einmal zu beleichten.
Alles was man dazu braucht, sind eine Adresse in den USA und eine in den Staaten registrierte Kreditkarte oder ein dort registrierter PayPal-Account.
Da die meisten wohl ein Geschäftsverhältnis mit einem deutschen Kreditinstitut unterhalten, braucht man leider einen Voucher, den es in den USA an jeder Ecke gibt. Den kann man sich wahlweise aus dem USA-Urlaub mitbringen (lassen), einen Kontakt vor Ort darum bitten, einen Voucher zu besorgen, oder einfach eBay einen Besuch abstatten.
Das mit der Adresse ist dann schon deutlich einfacher, davon gibt es ja genug, und die kosten auch nix. In einigen US-Staaten wird eine Steuer auf Online-Einkäufe erhoben, nicht so in Massachuchetts. Was liegt also näher, als seinen Wohnsitz kurzer Hand nach Boston zu verlegen? Eben.
Die besten GPS Sport Tracker für Android OS und iPhone
Ich habe in den letzten Monaten eine Menge Sport Tracker und Programme für die Dokumentation und Auswertung meiner (sportlichen) Aktivitäten getestet. Das Angebot an kostenlosen und kostenpflichtigen Tools ist mittlerweile ziemlich groß, die Features und Zielgruppen dieser Tools sind aber sehr unterschiedlich.
Die beiden folgenden Dienste haben sich bei mir als sehr nützlich erwiesen und sind zudem kostenlos. Natürlich gibt es noch zahlreiche – teilweise kostenpflichtige – Alternativen, die auch grafisch und vom Featureset wesentlich ansprechender sind, aber ich wollte kein Geld für diese Services ausgeben. Wem das Ganze ein paar Euro im Monat wert ist, der sollte sich Dienste wie RunKeeper oder runtastic ansehen. Besonders RunKeeper ist sehr ansprechend und schön bunt.
EveryTrail
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Bei EveryTrail steht die Aufzeichnung und Dokumentation von Tracks im Vordergrund – ebenso das Teilen und die Weitergabe von Touren und ganzen Guides. D.h. es fehlen Features zur Auswertung der Touren und zur Dokumentation der persönlichen Fitness. Dafür kann man direkt aus der App heraus seine Tracks mit Bildern dokumentieren und/oder diese verbal beschreiben. Man kann auch Routen anderer Benutzer auf sein Handy laden und dann verfolgen – leider ist das Feature noch etwas buggy.
Ich benutze EveryTrail als Offline-Karte für Routen, die ich fahre und um diese zu dokumentieren. Beim Fotografieren liefert mir die App die Daten, die ich benötige, um meine Bilder anschließend mit GPS-Informationen auszuzeichnen. Dazu braucht man unter Mac OS X ein kleines kostenloses Tool namens GPSPhotoLinker (Geo-Tagging von Bildern unter Mac OS X). Da gibt es bestimmt auch was für Windows.
Endomondo
Bei Endomondo geht es vordergründig darum, die eigenen sportlichen Aktivitäten zu dokumentieren und auszuwerten. Dabei müssen diese Aktivitäten nicht zwingend auf GPS-Daten basieren, wodurch auch Spinning und der Besuch in der Muckibude erfasst werden können.
Anstatt Trainingsrunden mit dem Rennrad mit anderen zu teilen, steht der Wettbewerb im Mittelpunkt. Benutzer können so genannte Challenges definieren und gegen andere Benutzer oder Gruppen antreten, z.B. wer die meisten Kilometer in einem Monat mit dem Fahrrad zurücklegt. Auch die Statistik und Auswertung ist sehr hilfreich bei der persönlichen Leistungskontrolle, das ist sicherlich noch ausbaufähig, aber für den Anfang kommt man mit den vorhandenen Auswertungen schon ziemlich weit. Stylish sind die Charts nicht, aber funktional.

Beide Anbieter verfügen über Apps u.a. für iPhone und Android OS, die erstaunlich präzise Aufzeichnungen machen – inklusive Höhenprofilen. Selbst aus der Hosentasche oder aus dem Rucksack heraus bieten die Apps eine Präzision, die man bei so manchem Navi für’s Auto vergeblich sucht. Die Aufzeichnungen können später als GPX-Datei heruntergeladen werden und in x-beliebigen anderen Programmen weiterverwendet werden. Endomondo unterstützt sogar Garmins TCX-Format.
Besonderes Goodie bei der Endomondo App, es lässt sich ein Brustgurt für die Pulsmessung mit dem Handy koppeln, um zusätzlich den Puls aufzuzeichnen.
iPhone 4 vs. HTC Desire
Drei Wochen hatte ich jetzt das iPhone 4 und das HTC parallel im Betrieb. Und obwohl ich schon seit über zwei Jahren überwiegend zufriedener iPhone 3G Nutzer war, hat es keine Woche gedauert, bis ich das iPhone 4 auf die Ersatzbank geschickt habe.
Die einzigen Punkte in denen das Apple-Smartphone dem HTC Desire deutlich überlegen ist, sind das Display, die Kamera und die Akku-Laufzeit. Da lässt sich nicht viel diskutieren, das Retina-Display rockt und lässt jedes andere Handy-Display wie einen 70er-Jahre-Schwarzweiß-Fernseher aussehen. Und der Akku des HTC Desire hält bei mäßiger Nutzung “nur” gut zwei Tage.
Die Freiheit nehm’ ich mir
Schon einmal versucht, das iPhone als WLAN-Hotspot zu nutzen? Oder das Handy als Festplatte zu mounten, oder per FTP ein paar Dateien auf’s Handy zu kopieren? Oder eine andere App zum SMS schreiben installiert? Dauert auf dem HTC-Smartphone zehn Sekunden, und es läuft. Ohne Jailbreak, ohne SIM-Lock und ohne Stress. Überhaupt kann man installieren was man will und wie man will. Weil es alles gibt, und kein Diktator im Rollkragenpulli darüber entscheidet, was im AppStore landet und was nicht. Das entscheidet der Nutzer.
Zugegebener Maßen wirkt sich das auch ein wenig auf die Qualität der Apps aus, wobei ich aber bisher sehr gut damit gefahren bin, auf die User-Bewertungen im Android Market zu achten. Apps mit vier oder fünf Sternen laufen problemlos. Im unteren Bereich der Sterne-Ratings findet man Schrott, der bei Apple nie den Weg in den AppStore gefunden hätte.
Applikationen
In Puncto Apps steht das Desire dem iPhone in Nichts nach. Viele Apps sind mittlerweile sowohl für iOS als auch für Android verfügbar: Foursquare, TweetDeck, BeeJive, Facebook, Evernote, WordPress und viele andere.
Die einzige Applikation, die ich auf dem HTC Desire vermisse, ist Skype. Durch irgendeinen üblen Deal mit dem US-Provider Verizon steht Skype Mobile derzeit nur in den USA und nur für Verizon-Kunden zur Verfügung. Allerdings kann Nimbuzz hier die Lücke schließen, zumindest das Anrufen von Skype Accounts ist damit möglich.
Malware
Das ist eine üble Sache. Apps auf dem Android-Smartphone tauschen nachweislich und unbemerkt Daten über das Web aus, das hat eine Untersuchung in den USA ergeben. Bei der Installation einer App stimmt der Nutzer zwar explizit zu, dass die App auf bestimmte Ressourcen zugreifen darf, doch dürfte den wenigsten bewusst sein, was das bedeutet. Meine Handy-Nummer in den Händen irgendwelcher Telefon-Marketing-Terroristen finde ich aber auch nicht wirklich lustig.
Was Apple so alles aus dem iPhone “herausholt” ist mir nicht bekannt, aber ich lese auch nicht jedes Mal über 60 Seiten lange AGB-Änderungen, wenn ich eine neue iTunes-Version installiere. Ich kann auf dem Android-Phone nur raten, bei der Installation darauf zu achten, ob die App den Zugriff auf relevante Ressourcen benötigt.
Telefonspeicher vs. SD-Karte
Das einzige echte Ärgernis ist die Aufteilung des Speichers in Telefonspeicher und SD-Kartenspeicher. Eine Applikation kann in beiden Bereichen installiert werden – zumindest theoretisch. Die meisten Applikationen lassen sich leider nur im Telefonspeicher speichern, und der ist mit 168MB lächerlich klein. Über sowas müssen sich iPhone-Besitzer glücklicherweise keine Gedanken machen. Für mich bedeutet das, dass ich Firefox nicht mehr installieren kann, weil der Telefonspeicher voll ist.
Fazit
Das iPhone mag doppelt so teuer sein wie das HTC Desire, aber es ist mit Sicherheit nicht doppelt so gut. Ich genieße die Freiheit und will mir nicht vorschreiben lassen, was ich mit meinem Smartphone machen darf und was nicht. Das iPhone 4 mag in einigen Punkten die Nase vorn haben, das HTC Desire kam allerdings auch in den Handel, als das 3GS das aktuellste Modell von Apple war, und das kann dem HTC-Phone nicht annähernd das Wasser reichen. Auf jeden Fall kann ich das HTC Desire empfehlen, man guckt nicht in die Röhre oder neidisch auf die iPhone-Nutzer, wenn es um Apps und Funktionalitäten geht.
Geotagging von Bildern unter OS X
Wenn man wie ich (Hobby-)Fotograf ist und einfach keine Lust hat, jedes seiner Bilder manuell zu verschlagworten, läuft man irgendwann Gefahr, den Überblick zu verlieren: Wo habe ich das noch mal aufgenommen? In welcher Stadt war das?
Natürlich können viele Smartphones mittlerweile Bilder mit GPS-Informationen anreichern, doch seien wir realistisch: Die Qualität der integrierten Kameras in diesen Smartphones reicht nicht einmal an die einer 10 Jahre alten digitalen Spiegelreflexkamera heran. Das reicht für einen Schnappschuss auf Facebook oder um das Etikett einer Weinflasche abzufotografieren, damit man beim nächsten Besuch beim Weinhändler den Wein, der so lecker war, wieder findet. Ist man etwas anspruchsvoller, stößt man sehr schnell an die Grenzen dieser minderwertigen Kameras.
Doch benutzt man man Smartphones für das, wofür sie wirklich gut sind, nämlich das Aufzeichnen von GPS-Informationen, und hat man zudem einen Apple mit den richtigen Tools, so gibt es einen recht eleganten Weg, seine Bilder mit Geo-Informationen anzureichern.
GPSPhotoLinker ist ein solches Tool, das Geo-Daten in Bilder schreibt. Dabei ist es sogar so clever, Städte, Länder und Bundesländer in das dafür vorgesehene IPTC- bzw. XMP-Feld zu schreiben. Dazu lädt man alle Track-Dateien in das Programm (links), fügt alle zu taggenden Bilder hinzu (rechts) und klickt nur noch auf den richtigen Knopf. GPSPhotoLinker unterstützt JPEG, TIFF und eine Reihe von RAW-Formaten.
Obwohl die Formate GPX (GPS Exchange Format) und KML (Keyhole Markup Language) mittlerweile sehr weit verbreitet sind, werden diese nicht von allen GPS-Trackern und Smartphone Apps unterstützt. Hier kann das Konvertierungs-Programm LoadMyTracks helfen, das zahlreiche Formate versteht und in GPX wandeln kann.
Für das iPhone kann ich Trails Light von Felix Lamouroux empfehlen, um Tracks aufzuzeichnen.


