Neue EU-Roaming-Tarife – Laaaangweilig!

Nicht gerade beeindruckend, die von der EU “durchgesetzte” Senkung der Roaming-Kosten im Ausland, zumindest wenn es um das Daten-Roaming im EU-Ausland geht – der Rest ist okay, danke dafür!

Die Preisobergrenze für ein Megabyte wurde auf 0,83 Euro festgesetzt. Zugegeben, im Vergleich zu den 0,05 Euro pro Kilobyte, die Alice/O2 mir bis vor Kurzem im EU-Ausland berechnet hat berechnen wollte (5 Euro pro Megabyte) ist das ein Riesenunterschied, doch es ist längst möglich, deutlich günstigere Tarife für das Daten-Roaming zu nutzen.

Geht man davon aus, dass man seine Nutzung im Ausland nicht großartig ändert, so ergibt sich folgende Rechnung:

Ein halbwegs internet-affiner Smartphone-Nutzer, der sich ein wenig im Social Web rumtreibt, also mehrmals täglich Facebook, Twitter und vielleicht gelegentlich einen datenintensiveren Dienst wie Instagram oder Google Maps nutzt und mal bei Foursquare eincheckt, kommt etwa auf 10 bis 15 Megabyte am Tag. Das macht am Tag ca. 8 bis 12 Euro, in der Woche bis zu 84 Euro (ab 1. Juli 2010 greift hier in der EU eine Obergrenze von 50 Euro pro Monat, plus Mehrwertsteuer).

Seit längerem bieten aber viele Anbieter Datenpaketean, die erheblich günstiger sind.

Ein paar Beipiele:

  • O2: Smartphone Day Pack EU, 25 Megabyte pro Tag für 1,99 Euro
  • blau.de: EU Internet-Paket 50, 50 Megabyte pro Woche für 4,99 Euro
  • T-Mobile: WeekPass, Flatrate pro Woche für 14,99 Euro

Es lohnt sich also unbedingt, mal zu checken, welche Pakete der eigene Provider bereits anbietet. Wenn die neuen EU-weiten Höchstgrenzen greifen, verschenkt man viel Geld. Für Vielnutzer, die mehr als die paar Megabyte brauchen, lohnt es sich darüber hinaus, eine SIM-Karte im Ausland zu kaufen und ein SIM-Lock-freies Smartphone einzupacken. Eine recht gute Quelle für die Suche nach der passenden Pay-As-You-Go-SIM-Karte gibt es hier.

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Cyanogenmod 7.2 für das HTC Desire

CyanogenMod ist der einzige Grund, warum mein altes HTC Desire noch nicht seinen Weg zu eBay oder auf den Handy-Friedhof gefunden hat. Nachdem HTC letztes Jahr im großen Stil das zuvor angekündigte Gingerbread-Update in den Sand gesetzt hatte, schien das Desire am Ende seines Lebenszyklus angekommen zu sein – doch weit gefehlt!

Mit CyanogenMod kann man ein recht aktuelles Android 2.3.7 installieren, das sogar einige Backports neuerer Android-Features enthält. Vor ein paar Tagen ist nun die Version 7.2 freigegeben worden. Auch bei dieser Version sind nach der Installation noch knapp 150MB auf dem viel zu klein dimensionierten Telefonspeicher frei. Damit der freie Speicher nicht zu schnell aufgebracht wird, kann man auf dem gerooteten Desire die meisten Apps auf die SD-Karte verschieben und so eine Menge aktuelle Apps nutzen.

Nach wie vor kann das HTC Desire in jeder Hinsicht mit aktuellen Einsteiger-Smartphones mithalten, nur der Telefonspeicher stellt ein echtes Problem dar.

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Mobiles Roaming in Australien

 

Auch wenn sich die europäischen Mobilfunk-Anbieter langsam bewegen und halbwegs akzeptable Preise für das Daten-Roaming in der EU anbieten, ist eine Besserung außerhalb der EU nicht in Sicht. Ausländische Provider langen richtig zu, und so kann das Checken von E-Mails oder der kurze Zugriff auf Google Maps, um ein nahe gelegenes Restaurant zu finden, schnell die Urlaubskasse aufbrauchen.

Zwischen 5 und 12 Euro verlangen die Anbieter pro Megabyte Datenvolumen, von den Gesprächskosten mal ganz zu schweigen. Hier lohnt sich definitiv die Anschaffung der SIM-Karte eines lokalen Anbieters.

In Australien bin ich mit der amaysim SIM ins Netz gegangen. Mehr als einen gültigen Reisepass benötigt man nicht, um eine solche Karte in einem der vielen 7eleven-Shops oder zahlreichen anderen Convenience Stores zu bekommen. Da die amaysim SIM eine Pre-Paid-Karte (Pay As You Go) ist, erlebt man auch keine Überraschungen. Die Netzabdeckung ist zumindest in den Städten ausgezeichnet, die meiste Zeit war ich mit HSDPA unterwegs.

Ab 15 Cent (ca. 0,12 Euro) telefoniert man nach Deutschland, ein Datenvolumen von einem Gigabyte für 30 Tage kostet gerade einmal 9,90 Dollar (ca. 7,80 Euro). Eingehende Anrufe kosten natürlich nichts – zum Vergleich: Mit meinem O2-Vertrag bezahle ich für ein Gigabyte 12.000 Euro. Aber auch Smartphone-Nutzer mit gemäßigtem Verbrauch kommen gut und gerne auf 10 bis 15 Megabyte pro Tag.

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Amerikanischer iTunes-Account

Es gibt viele Gründe, sich eine zweite Existenz in den USA aufzubauen. Einer davon hat mit iTunes zu tun, denn mit einer amerikanischen Apple-ID lassen sich die Möglichkeiten von iTunes noch viel besser nutzen. Aber nicht nur das Angebot an Alben und Apps für das iPhone oder das iPad wird erheblich größer. Es gibt auch eine Menge aktueller Filme, die in Deutschland noch lange nicht im Kino oder TV zu sehen sein werden – und das in Originalton.

Da Apple nichts unternimmt, um diese Art der Nutzung von Fake-Identitäten zu verhindern, gehe ich davon aus, dass Apple damit kein Problem hat. Wie die rechtliche Situation dazu aussieht, weiß ich nicht – wäre aber sicher interessant, das einmal zu beleichten.

Alles was man dazu braucht, sind eine Adresse in den USA und eine in den Staaten registrierte Kreditkarte oder ein dort registrierter PayPal-Account.

Da die meisten wohl ein Geschäftsverhältnis mit einem deutschen Kreditinstitut unterhalten, braucht man leider einen Voucher, den es in den USA an jeder Ecke gibt. Den kann man sich wahlweise aus dem USA-Urlaub mitbringen (lassen), einen Kontakt vor Ort darum bitten, einen Voucher zu besorgen, oder einfach eBay einen Besuch abstatten.

Das mit der Adresse ist dann schon deutlich einfacher, davon gibt es ja genug, und die kosten auch nix. In einigen US-Staaten wird eine Steuer auf Online-Einkäufe erhoben, nicht so in Massachuchetts. Was liegt also näher, als seinen Wohnsitz kurzer Hand nach Boston zu verlegen? Eben.

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E-Mails nerven niemanden, aber Menschen…

Auch wenn es E-Mails schon eine ganze Weile gibt, und sie mittlerweile selbst von internet-fernen Bevölkerungsschichten ausgiebigst genutzt und missbraucht werden, gibt es hier noch eine Menge zu lernen. Keine Technologie ist per se schlecht, man kann sie zum Nutzen der Menschheit nutzen, oder eben dazu, sie zu vernichten – und wenn nicht die Menschen selbst, dann doch zumindest ihre Produktivität. Eine Technologie zu verstehen ist die Grundvoraussetzung dafür, sie richtig nutzen zu können.

Weniger dramatisch ausgedrückt, kann man mit einer Handvoll E-Mails einen ganzen Arbeitstag und jedes Anzeichen von Produktivität im Keim ersticken, oder aber etwas Wichtiges kommunizieren, wodurch einem selbst oder Anderen sogar ein Vorteil entstehen kann.

Hier ein paar Tipps, die mir das Leben leichter machen und vielleicht dem einen oder anderen Absender einer Mail transparent machen, warum sie immer noch auf eine Antwort von mir warten bzw. warum es sich nicht lohnt, zu warten.

Das Schreiben von E-Mails

  1. Frage dich selbst, ob diese E-Mail, die du gerade schreiben möchtest, überhaupt für irgendeinen Menschen relevant ist. Wenn nicht, hör’ gleich wieder auf. Wenn ja, sollte die Anzahl der Menschen nicht von der Anzahl der Empfänger überschritten werden.
  2. Passt der gesamte Text deiner E-Mail auf ein 13″-Display (in lesbarer Textgröße)? Wenn nicht, fang’ noch mal an. Das liest niemand bis zum Ende, schon gar nicht Entscheider – fasse dich kurz! (Internet-Ausdrucker haben in der Regel eine Aufmerksamkeitsgrenze von unter einer Seite DIN A4 und sind oft zu eitel, eine Lesebrille zu tragen).
    Bei privaten Mails können die Mengenangaben abweichen.
  3. Regst du dich beim Schreiben der E-Mail auf oder hast du dich kurz davor aufgeregt? Das merkt man, wenn man die Mail öfter als sonst durchliest, ständig Absätze hin und her schiebt oder ein halbvoller Becher kalter Kaffee neben der Tastatur steht. Der Spellchecker schlägt auch nicht selten bei innovativen Adjektiven und Kraftausdrücken an. Wenn man noch nicht ganz dem Blutrausch verfallen ist, merkt man vielleicht sogar selber noch, dass man einen Hauch Zweifel am eigenen Handeln hat.
    Geh’ erstmal an die frische Luft und kühl’ dich ab. Solche Mails tendieren dazu, emotional und unsachlich zu werden und enden in der Regel in einem persönlichen Gespräch, in dem man erklären muss, wie man es wirklich gemeint hat. Manchmal müssen sich hinterher sogar weitere Personen damit befassen, die es eigentlich nicht im Geringsten interessiert. In diesem Fall sollte man lieber gleich das persönliche Gespräch suchen (aber zuerst frische Luft!).

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Die besten GPS Sport Tracker für Android OS und iPhone

Ich habe in den letzten Monaten eine Menge Sport Tracker und Programme für die Dokumentation und Auswertung meiner (sportlichen) Aktivitäten getestet. Das Angebot an kostenlosen und kostenpflichtigen Tools ist mittlerweile ziemlich groß, die Features und Zielgruppen dieser Tools sind aber sehr unterschiedlich.

Die beiden folgenden Dienste haben sich bei mir als sehr nützlich erwiesen und sind zudem kostenlos. Natürlich gibt es noch zahlreiche – teilweise kostenpflichtige – Alternativen, die auch grafisch und vom Featureset wesentlich ansprechender sind, aber ich wollte kein Geld für diese Services ausgeben. Wem das Ganze ein paar Euro im Monat wert ist, der sollte sich Dienste wie RunKeeper oder runtastic ansehen. Besonders RunKeeper ist sehr ansprechend und schön bunt.

EveryTrail

Bei EveryTrail steht die Aufzeichnung und Dokumentation von Tracks im Vordergrund – ebenso das Teilen und die Weitergabe von Touren und ganzen Guides. D.h. es fehlen Features zur Auswertung der Touren und zur Dokumentation der persönlichen Fitness. Dafür kann man direkt aus der App heraus seine Tracks mit Bildern dokumentieren und/oder diese verbal beschreiben. Man kann auch Routen anderer Benutzer auf sein Handy laden und dann verfolgen – leider ist das Feature noch etwas buggy.

Ich benutze EveryTrail als Offline-Karte für Routen, die ich fahre und um diese zu dokumentieren. Beim Fotografieren liefert mir die App die Daten, die ich benötige, um meine Bilder anschließend mit GPS-Informationen auszuzeichnen. Dazu braucht man unter Mac OS X ein kleines kostenloses Tool namens GPSPhotoLinker (Geo-Tagging von Bildern unter Mac OS X). Da gibt es bestimmt auch was für Windows.

Endomondo

Bei Endomondo geht es vordergründig darum, die eigenen sportlichen Aktivitäten zu dokumentieren und auszuwerten. Dabei müssen diese Aktivitäten nicht zwingend auf GPS-Daten basieren, wodurch auch Spinning und der Besuch in der Muckibude erfasst werden können.

Anstatt Trainingsrunden mit dem Rennrad mit anderen zu teilen, steht der Wettbewerb im Mittelpunkt. Benutzer können so genannte Challenges definieren und gegen andere Benutzer oder Gruppen antreten, z.B. wer die meisten Kilometer in einem Monat mit dem Fahrrad zurücklegt. Auch die Statistik und Auswertung ist sehr hilfreich bei der persönlichen Leistungskontrolle, das ist sicherlich noch ausbaufähig, aber für den Anfang kommt man mit den vorhandenen Auswertungen schon ziemlich weit. Stylish sind die Charts nicht, aber funktional.

Beide Anbieter verfügen über Apps u.a. für iPhone und Android OS, die erstaunlich präzise Aufzeichnungen machen – inklusive Höhenprofilen. Selbst aus der Hosentasche oder aus dem Rucksack heraus bieten die Apps eine Präzision, die man bei so manchem Navi für’s Auto vergeblich sucht. Die Aufzeichnungen können später als GPX-Datei heruntergeladen werden und in x-beliebigen anderen Programmen weiterverwendet werden. Endomondo unterstützt sogar Garmins TCX-Format.

Besonderes Goodie bei der Endomondo App, es lässt sich ein Brustgurt für die Pulsmessung mit dem Handy koppeln, um zusätzlich den Puls aufzuzeichnen.

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Microsoft vs. Face Down Culture?

Ich muss gestehen, dass ich mich ein wenig in diesem Video wieder erkannt habe. Nicht, dass ich mein Smartphone mit auf’s Klo nehmen würde, aber irgendwie ist man doch ständig mit dem Handy zu Gange, während man auch weitaus sinnvollere Dinge machen könnte, die in der realen Welt stattfinden. Allerdings nimmt Microsoft den Mund ziemlich voll, wenn Windows Mobile tatsächlich alle iPhones und Android Phones in den Schatten stellen soll – vor allem in Bezug auf die Usability.

Via: MobileCrunch

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Geotagging von Bildern unter OS X

GPSPhotoLinker

Wenn man wie ich (Hobby-)Fotograf ist und einfach keine Lust hat, jedes seiner Bilder manuell zu verschlagworten, läuft man irgendwann Gefahr, den Überblick zu verlieren: Wo habe ich das noch mal aufgenommen? In welcher Stadt war das?

Natürlich können viele Smartphones mittlerweile Bilder mit GPS-Informationen anreichern, doch seien wir realistisch: Die Qualität der integrierten Kameras in diesen Smartphones reicht nicht einmal an die einer 10 Jahre alten digitalen Spiegelreflexkamera heran. Das reicht für einen Schnappschuss auf Facebook oder um das Etikett einer Weinflasche abzufotografieren, damit man beim nächsten Besuch beim Weinhändler den Wein, der so lecker war, wieder findet. Ist man etwas anspruchsvoller, stößt man sehr schnell an die Grenzen dieser minderwertigen Kameras.

Doch benutzt man man Smartphones für das, wofür sie wirklich gut sind, nämlich das Aufzeichnen von GPS-Informationen, und hat man zudem einen Apple mit den richtigen Tools, so gibt es einen recht eleganten Weg, seine Bilder mit Geo-Informationen anzureichern.

GPSPhotoLinker ist ein solches Tool, das Geo-Daten in Bilder schreibt. Dabei ist es sogar so clever, Städte, Länder und Bundesländer in das dafür vorgesehene IPTC- bzw. XMP-Feld zu schreiben. Dazu lädt man alle Track-Dateien in das Programm (links), fügt alle zu taggenden Bilder hinzu (rechts) und klickt nur noch auf den richtigen Knopf. GPSPhotoLinker unterstützt JPEG, TIFF und eine Reihe von RAW-Formaten.

Obwohl die Formate GPX (GPS Exchange Format) und KML (Keyhole Markup Language) mittlerweile sehr weit verbreitet sind, werden diese nicht von allen GPS-Trackern und Smartphone Apps unterstützt. Hier kann das Konvertierungs-Programm LoadMyTracks helfen, das zahlreiche Formate versteht und in GPX wandeln kann.

Für das iPhone kann ich Trails Light von Felix Lamouroux empfehlen, um Tracks aufzuzeichnen.

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Facebook Local startet in den USA

So langsam pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass der Suchmaschinen-Gigant aus Kalifornien einen weiteren Einstieg in das Social Web plant. Größter Konkurrent mit über 500 Millionen Nutzern ist Facebook, zu dessen Gunsten auch hier zu Lande soziale Netzwerke immer mehr Marktanteile verlieren. Die einzige Chance für Google, kurzfristig besser zu sein, ist die Konzentration auf die eigene Stärke: Lokale Kompetenz in Form von Google Maps und Adressen mit den dazugehörigen GPS-Koordinaten.

Gerade diese Kompetenz wird immer wichtiger, denn die Lokalisierung von Werbung und Nachrichten stellt momentan die einzige realistische Einnahmequelle für das Soziale Kostenlos-Web dar.

Facebook App auf dem iPhone

Somit war es höchste Zeit, mit Facebook Places nachzulegen, um sich rechtzeitig Marktanteile zu sichern. Die Entwicklung der neuen Facebook Places API hat acht Monate gedauert, und seit gestern können – zunächst nur Nutzer in den USA – den neuen Dienst nutzen. In Deutschland soll es in Kürze ebenfalls losgehen. Eigentlich ein Feature, das schon lange überfällig war.

Bitter ist das natürlich für die kleinen Geo-Netzwerke, denn obwohl beispielsweise Foursquare mit über 2,5 Millionen Nutzern ein beeindruckendes Wachstum hingelegt und den Markt bis jetzt dominiert hat, dürfte man einer etwa 200mal so großen Community nicht viel entgegen zu setzen haben. Kurzfristig hat die Ankündigung der Kooperation mit Foursquare zwar gestern für einen neuen Rekord bei den Neuregistrierungen (bei Foursquare) gesorgt. Doch lange wird das nicht anhalten, denn niemand wird auf die Dauer mehrere Apps zum Einchecken und zur Organisation seiner Kontakte und Gruppen benutzen.

In den letzten Wochen hat Google eine Menge Geld in die Hand genommen, um Unternehmen aus den Bereichen Social Gaming (Zynga), Social Apps (Slide) und In-App-Payments (Jambool) zu übernehmen. In der gleichen Zeit hat Google zudem seine Places API fertiggestellt, ein Framework, das es ermöglicht, Check-In-Vorgänge und Aufenthaltsorte von Benutzern zu bestimmen. Damit liefert Google einen wichtigen Baustein, um Geo-Dienste wie Foursquare oder Gowalla zu implementieren.

Es bleibt spannend, aber ich fürchte, dass nur Google und Facebook gestärkt aus dem Kampf hervorgehen werden. Für Facebook gilt es jetzt, den Vorsprung zu nutzen und so schnell wie möglich Daten zu sammeln.

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Google Street View vs. German Sommerloch

Ein Gespenst geht um in Deutschland – das Gespenst vom Internetz-Dingens mit diesen Kamera-Spionage-Autos von der Datenkrake aus den USA.

Die gepixelte Version des Chile Hauses

Chile Haus in Hamburg (gepixelt)

Offenbar haben Datenschützer, Politiker, eingeschüchterte Leser der Boulevard-Presse und Internet-Ausdrucker in diesem Sommerloch nichts Besseres zu tun, als sich über die führende Datenkrake aus Kalifornien aufzuregen. Dabei geht es nicht nur darum, Google davon abzuhalten, die eigene Fassade und den weißen Gartenzaun zu fotografieren. In einem Abwasch soll es offenbar auch dem Urheberrecht an den Kragen gehen, denn die seit 1907 geltende Panoramafreiheit steht den Empfindlichkeiten oben genannter Gattungen beim Kampf gegen Google im Wege.

Nur mal so zur Info und im Klartext: Die Panoramafreiheit erlaubt es seit über 100 Jahren jedem Deppen, mein Haus von einer öffentlich zugänglichen Straße oder einem öffentlich zugänglichen Platz zu fotografieren. Solange meine Persönlichkeitsrechte gewahrt bleiben, d.h. der Depp braucht meine Zustimmung, wenn er mich oder mein Wohnzimmer fotografieren möchte.

Was Google da vorhat ist also vollkommen legal. Und nicht nur das, es ist dabei auch noch ziemlich cool und vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen. Mit Google Street View kann ich am anderen Ende der Welt virtuell durch die Straße spazieren. Das kann mir bei der Auswahl eines Hotels in New York (Dichte der brennenden Mülltonnen vor dem Hotel) ebenso helfen wie bei der Wohnungssuche im entfernten München (Dorfdisko oder Feuerwache nebenan). Bis Ende des Jahres soll dies auch in den 20 größten Städten Deutschlands möglich sein.

Dass hingegen Einbrechern damit ein Werkzeug zur Verfügung steht, um meine Bude auszuräumen, ist ziemlich unwahrscheinlich. Die Bilder sind einige Jahre alt, verraten nichts über das Inventar meiner Wohnung und schon gar nichts darüber, ob zwei Pitbulls hinter der Terrassentür warten.

Traurig genug, dass Google sich genötigt sieht, Anzeigen zu schalten und verängstigten Bürgern eine Opt-Out-Möglichkeit zu bieten. Vielleicht sollte man sich weniger Sorgen um die Bilder seines Gartenzauns im Internet machen als darum, dass man einfach irgendwann den Anschluss an das digitale Zeitalter verliert und letzten Endes Innovationen in Deutschland verhindert. Vielleicht war es vor 10 Jahren noch cool, keine Ahnung vom Internet zu haben. Heute, im Jahre 2010, ist das Internet aber längst ein fester Bestandteil der Gesellschaft und ein Wirtschaftsfaktor geworden. Wer das nicht begreift, hat in der Politik nichts mehr zu suchen.

Links: 5 Fragen zu Google und Street ViewGoogle startet Street View in Deutschland – Ein Grund zur Freude (taz)Google Street View: Feindbild Realität (Focus)

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